185 Kinder in Bergisch Gladbach ohne garantierten OGS-Platz – Stadt sucht Lösungen
Henry Schmitt185 Kinder in Bergisch Gladbach ohne garantierten OGS-Platz – Stadt sucht Lösungen
In Bergisch Gladbach stehen 185 Familien bald vor einem Mangel an Betreuungsplätzen für ihre Kinder. Ab 11:30 Uhr müssen diese Kinder alternativ betreut werden, weil die Stadt nicht genug Plätze in der Offenen Ganztagsschule (OGS) anbieten kann. Das Problem liegt in der fehlenden Kapazität der örtlichen Grundschulen.
An der GGS Heidkamp sind fast 300 Schülerinnen und Schüler angemeldet, doch es gibt nur 200 OGS-Plätze. Viele Erstklässler, die einen gesetzlichen Anspruch auf Betreuung haben, erhalten damit keinen garantierten Platz. Die Stadt hat zwar bereits an vier Schulen eine Randzeitenbetreuung eingeführt, doch diese deckt nicht die erforderlichen acht Stunden täglicher Kinderbetreuung ab.
Ähnlich sieht es an der GGS Moitzfeld aus: Bei 240 Schülerinnen und Schülern stehen nur 140 OGS-Plätze zur Verfügung – die Abdeckungsquote liegt bei etwa 58 %. Dreizehn Erstklässler mit gesetzlichem Anspruch bleiben dort ohne Betreuung. Stadtweit haben 32 der 185 Kinder ohne OGS-Platz zwar einen rechtlichen Anspruch auf Betreuung, doch die Stadt kann sie wegen Platzmangels nicht unterbringen.
Um die Situation zu entlasten, plant die Stadt eine erweiterte Betreuungszeit an der Heidkamp-Schule. Dadurch sollen bis zu zehn zusätzliche Plätze entstehen, die von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr genutzt werden können. Langfristig sind bedarfsgerechte Erweiterungen der GGS- und OGS-Einrichtungen in Moitzfeld ab 2027 vorgesehen.
Bundesweit haben ab dem Schuljahr 2026/27 alle Grundschulkinder in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung – beginnend mit den Erstklässlern.
Aktuell erhalten 185 Kinder in Bergisch Gladbach trotz Anmeldung durch die Eltern keine Ganztagsbetreuung. Die Stadt prüft vorübergehende Lösungen wie die erweiterte Betreuungszeit und plant gleichzeitig zukünftige Kapazitätserweiterungen. Der ab 2026 geltende Rechtsanspruch für alle Erstklässler wird den Bedarf an zusätzlichen Plätzen weiter erhöhen.
