01 May 2026, 00:16

A3-Ausbau in der Ohligser Heide: Stadtrat streitet über Stau-Lösungen und Naturschutz

Verkehrszeichen warnt vor erwartungsvollem Schwerverkehr auf der Bayambang Main Road am 23. November 2019, mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

A3-Ausbau in der Ohligser Heide: Stadtrat streitet über Stau-Lösungen und Naturschutz

Pläne zum Ausbau der Autobahn A3 durch die Ohligser Heide haben im Stadtrat eine hitzige Debatte ausgelöst. Das Vorhaben, das Staus auf einer der meistbefahrenen Strecken Deutschlands lindern soll, stößt nun auf starken Widerstand lokaler Politiker. Kritiker werfen der Stadt vor, die Angelegenheit sowohl intransparente als auch verfahrensrechtlich mangelhaft zu handhaben.

Der betroffene Abschnitt der A3 wird täglich von etwa 120.000 Fahrzeugen befahren, was Forderungen nach einem achtspurigen Ausbau laut werden ließ. Ursprünglich hatten alle Fraktionen in den Verkehrsausschüssen einen Kompromiss unterstützt: die Freigabe des Standstreifens zu Stoßzeiten. Später lehnte die Stadtverwaltung jedoch den Ausbau komplett ab – inklusive dieser vorübergehenden Maßnahme.

Nach der Entscheidung holte der Rat Stellungnahmen vom Bezirksbeirat Ohligs und vom Beirat der Unteren Naturschutzbehörde ein. Jonathan Bürger, Sprecher des Verkehrsausschusses, merkte an, dass sich die Hoffnungen auf weniger Verkehr nach der Pandemie nicht erfüllt hätten. Unterdessen kritisierte Lukas Schrumpf, der städtische Planungspolitiker der CDU, andere Parteien dafür, die Untätigkeit der Landesregierung bei der Stauproblematik verantwortlich zu machen. Sein Fokus liege darauf, die Umweltauswirkungen des Ausbaus auf die Ohligser Heide so gering wie möglich zu halten.

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Die CDU-Fraktion bezeichnete das Vorgehen der Stadt als "verfahrensrechtlich fehlerhaft und schwer nachvollziehbar". Schrumpf warf den politischen Konkurrenten zudem Heuchelei vor: Sie hätten zuvor die Standstreifenlösung befürwortet, bevor sie ihre Haltung änderten.

Der Streit lässt den A3-Ausbau in der Schwebe – ohne klare Perspektive. Die kategorische Ablehnung der Stadt steht im Kontrast zur früheren fraktionsübergreifenden Einigung auf einen Testbetrieb mit Standstreifen. Vorerst bleibt die vielbefahrene Autobahn unverändert, während die politischen Spannungen um Verkehrsmanagement und Umweltschutz weiter schwelen.

Quelle