21 April 2026, 16:12

ARD schafft neue Krisenmanagement-Stelle für mehr Resilienz im Senderverbund

Eine Europakarte, die die Europäische Journalisten-Föderation (EFJ) in Blau hervorhebt, mit zusätzlichen Textdetails.

ARD schafft neue Krisenmanagement-Stelle für mehr Resilienz im Senderverbund

Die ARD will eine neue netzwerkübergreifende Position für Krisenmanagement schaffen. Die Stelle, bekannt als Business Continuity Management (BCM), soll alle neun Landesrundfunkanstalten des Verbunds abdecken. Medienberichten zufolge wurde David Biesinger, ehemaliger Chefredakteur des RBB, für diese Aufgabe ausgewählt.

Die Entscheidung fällt vor der nächsten Intendantenkonferenz der ARD in Bonn, auf der die BCM-Position offiziell eingerichtet werden soll. Anders als bei klassischen Führungspositionen legt der Rundfunkstaatsvertrag für diese Stelle keine genauen Aufgaben fest. Allerdings bietet der Vertrag Spielraum, sodass die Rolle über die grundlegenden Anforderungen hinausgehen kann.

BCM ist ein strukturierter Ansatz, um kritische Abläufe auch bei schweren Störungen aufrechtzuerhalten. Es orientiert sich am ISO-22301-Standard und hilft Organisationen, Risiken zu erkennen, Bedrohungen zu minimieren und sich schnell von Krisen zu erholen. Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten müssen insbesondere sicherstellen, dass sie selbst bei unerwarteten Herausforderungen sendefähig bleiben.

Die ARD sucht eine Person mit direkter Erfahrung im Umgang mit existenziellen Bedrohungen. Gefragt ist ein Krisenmanager, der in Hochdrucksituationen souverän agieren kann. Federführend bei dieser Initiative ist der RBB, der sowohl den Rahmen als auch den ausgewählten Kandidaten stellt.

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Vergangene Vorfälle zeigen, wie wichtig robuste Krisenpläne sind. In den 1980er-Jahren hatte eine psychiatrische Klinik wiederholt mit Stromausfällen zu kämpfen – doch die Notstromaggregate versagten wegen fehlenden Diesels. Solche Pannen unterstreichen, warum leistungsfähige BCM-Systeme für kritische Infrastruktur unverzichtbar sind.

Die neue BCM-Position soll die Handlungsfähigkeit der ARD in Notlagen stärken. Mit Biesinger als mutmaßlichem Kandidaten will der Sender die Resilienz im gesamten Netzwerk erhöhen. Der Schritt spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für Risikomanagement in öffentlich-rechtlichen Medien wider.

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