13 March 2026, 22:09

Aus Müll wird Strom: Ahaus verwandelt alte Deponie in Solarkraftwerk

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenpfahl, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müll wird Strom: Ahaus verwandelt alte Deponie in Solarkraftwerk

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk

Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark. Das vom Kreis Borken genehmigte Vorhaben soll brachliegendes Gelände in eine Quelle erneuerbarer Energie verwandeln. Zudem sehen die Verantwortlichen Potenzial, überschüssigen Windstrom aus nahegelegenen Anlagen auf dem Gelände zu speichern.

Da der Untergrund der Deponie uneben ist und sich noch setzt, gestaltet sich eine herkömmliche Bebauung schwierig. Die flachen, offenen Flächen eignen sich jedoch ideal für Solarmodule. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) übernimmt die Projektleitung. Um staatliche Fördermittel zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 fertiggestellt werden.

Der Bau könnte zudem die Unterhaltskosten der Deponie senken – was langfristig zu niedrigeren Müllgebühren für die Anwohner führen könnte. Das Gelände befindet sich im gemeinsamen Besitz des Kreises Borken und der Stadt Ahaus.

In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits ähnliche Projekte. Seit 2021 wurden drei große Solarparks auf ehemaligen Deponien genehmigt: eine 12-Megawatt-Anlage in Duisburg (2023), ein 8-Megawatt-Solarpark in Köln (2024) sowie eine 15-Megawatt-Anlage in Dortmund (Fertigstellung 2025).

Der Solarpark in Ahaus-Alstätte nutzt Fläche, die für andere Zwecke nicht mehr geeignet ist. Wird das Projekt termingerecht umgesetzt, könnte es nicht nur die Betriebskosten der Deponie verringern, sondern auch sauberen Strom für die Region liefern. Damit folgt es einem wachsenden Trend, aus alten Müllstandorten Zentren für erneuerbare Energien zu machen.

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