17 March 2026, 20:08

Bergisch Gladbach kämpft mit 50-Millionen-Defizit – Steuererhöhungen im Gespräch

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - senkt Steuern für Reiche und Großkonzerne noch weiter." anzeigt.

Bergisch Gladbach kämpft mit 50-Millionen-Defizit – Steuererhöhungen im Gespräch

Bergisch Gladbach steht vor einem schweren Haushaltsdefizit: Die Stadt gibt jährlich rund 50 Millionen Euro mehr aus, als sie einnimmt. Beim jüngsten Workshop der BürgerAkademie skizzierte Stadtkämmerer Thore Eggert die anstehenden Herausforderungen, während die Verantwortlichen noch nach Wegen suchen, den Haushalt auszugleichen – bevor im nächsten Monat die finale Abstimmung über den Etat ansteht.

Der Haushaltsentwurf für 2026, ein 500-seitiges Dokument, das dem Stadtrat im Dezember vorgelegt wurde, wird weiterhin verhandelt. Bürgermeister Marcel Kreutz hatte den Entwurf eingebracht, doch die Gespräche zwischen den Fraktionen von CDU, SPD und Grünen ziehen sich hin. Eine Entscheidung wird bis zum 24. März erwartet, doch das Ergebnis ist noch offen.

Eggert, der als parteiloser Stadtrat amtiert, betonte die Schwierigkeiten bei der Kostensenkung. Der Großteil der Ausgaben ist fest verplant – insbesondere die sozialen Leistungen und die steigenden Personalkosten, die durch Tariferhöhungen getrieben werden, belasten den Haushalt am stärksten. Um ein zwangsweises Konsolidierungsprogramm zu vermeiden, schlug er vor, die Grundsteuer und Gewerbesteuer zu erhöhen, um jährlich etwa vier Millionen Euro zusätzlich einzunehmen.

Normalerweise wird der Haushaltsplan der Stadt jedes Jahr überprüft und noch vor Dezember verabschiedet. Doch das diesjährige Defizit setzt die Verantwortlichen unter zusätzlichen Druck, Lösungen zu finden. Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt die Materie indes schwer durchschaubar: Die Komplexität des Haushalts macht es ohne Fachwissen fast unmöglich, die Details nachzuvollziehen.

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Ohne Kurskorrektur wird Bergisch Gladbach weiterhin deutlich mehr ausgeben, als es einnimmt. Die vorgeschlagenen Steuererhöhungen sollen einen Teil der Lücke schließen, doch die Verhandlungen zwischen den politischen Lagern werden den endgültigen Weg bestimmen. Die Entscheidung des Stadtrats im März wird maßgeblich prägen, wie die Kommune ihre Finanzen in den kommenden Jahren steuert.

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