26 April 2026, 12:11

Bistum Münster reformiert Kita-Trägerschaft mit drei neuen gGmbHs bis 2027

Gruppe von Kindern vor einer hölzernen Tür, einige halten Bücher, mit einem Tisch mit Büchern rechts und Text unten 'Zusatz, britische Schule, zeitgenössisch'

Bistum Münster reformiert Kita-Trägerschaft mit drei neuen gGmbHs bis 2027

Das Bistum Münster reformiert die Unterstützung für seine 660 Kindertageseinrichtungen. Bis 2027 sollen drei neue regionale gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung (gGmbHs) die finanziellen und administrativen Aufgaben übernehmen. Kirchenvertreter betonen, dass dieser Schritt notwendig sei, um die langfristige Finanzierung zu sichern und die Belastung für die örtlichen Gemeinden zu verringern.

Die Umstrukturierung ist eine Reaktion auf geänderte Landesförderrichtlinien für Kitas. Der Diözesanadministrator Antonius Hamers erklärte, die Anpassung sei aufgrund der neuen Finanzierungsregeln unvermeidbar. Aktuell arbeiten in den Einrichtungen rund 11.440 Beschäftigte – davon 10.600 in pädagogischen Berufen und 840 in hauswirtschaftlichen Positionen.

Drei regionale gGmbHs werden gegründet, um die Kitas zu verwalten. Eine davon, die Kita gGmbH Niederrhein, wird für die Kreise Borken, Coesfeld und Recklinghausen zuständig sein, eine weitere für Münster, Steinfurt und Warendorf. Zudem entsteht eine übergeordnete gGmbH, um flexibler auf künftige Herausforderungen reagieren zu können.

Jede Kirchengemeinde muss der Übertragung der Trägerschaft und der Beteiligung an den neuen gGmbHs zustimmen. In Gesprächen mit lokalen Verantwortlichen sollen rechtliche, finanzielle, personelle und strukturelle Fragen geklärt werden. Das Bistum hat für den Übergang im Haushalt 2026 bereits 39,5 Millionen Euro eingeplant, um die Kitas zu unterstützen.

Ziel des neuen Systems ist es, die Gemeinden von administrativem Aufwand zu entlasten, ohne die Verbindung zu "ihren" Kitas zu verlieren. Das Bistum versichert, dass die Reform die finanzielle Stabilität sichert, ohne die Bindung zu den Pfarreien zu lockern.

Die Umstrukturierung soll bis 2027 abgeschlossen sein. Die drei gGmbHs übernehmen dann den operativen Betrieb und entlasten die Gemeinden von Bürokratie. Mit den bereitgestellten 39,5 Millionen Euro für 2026 wollen die Verantwortlichen Arbeitsplätze sichern und das Angebot für Familien aufrechterhalten.

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