BTS-Tournee bringt Seouls Wirtschaft zum Klingen – mit 70 Milliarden Euro Potenzial
Marie FuchsBTS-Tournee bringt Seouls Wirtschaft zum Klingen – mit 70 Milliarden Euro Potenzial
Die anstehende "Arirang"-Welttournee von BTS wird voraussichtlich massive wirtschaftliche Auswirkungen haben – Schätzungen zufolge bis zu 100 Billionen Won (rund 70 Milliarden Euro). Die Zahlen stehen denen der jüngsten Tourneen von Taylor Swift in nichts nach und unterstreichen den globalen Einfluss der K-Pop-Gruppe. Allein ihr kostenloses Konzert auf dem Gwanghwamun-Platz in Seoul könnte laut Berechnungen von Bloomberg an einem einzigen Tag etwa 177 Millionen US-Dollar (rund 165 Millionen Euro) generieren.
Die Veranstaltung hat große Aufmerksamkeit bei Regierung und Öffentlichkeit erregt. Behörden bereiten umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen vor, und finanzielle Vereinbarungen für die Nutzung der Veranstaltungsorte sind bereits getroffen.
HYBE, das Managementunternehmen von BTS, wird für die Nutzung öffentlicher Flächen während des Comeback-Auftritts weniger als 100 Millionen Won (etwa 66.400 Euro) zahlen. Davon entfallen 30 Millionen Won auf die siebentägige Anmietung des Gwanghwamun-Platzes, inklusive Aufbau, Konzert und Abbau. Weitere 61,2 Millionen Won fließen in die Nutzung und Filmaufnahmen am Gyeongbok-Palast und am Sungnyemun-Tor, zwei der bekanntesten kulturellen Wahrzeichen Seouls.
Für die Sicherheit werden über 10.000 Kräfte eingesetzt, darunter 6.700 Polizisten und 3.400 städtische Mitarbeiter. Der Umfang der Operation spiegelt die Bedeutung des Events wider – sowohl als kulturelles Großereignis als auch als logistische Herausforderung.
Vize-Ministerpräsident und Finanzminister Koo Yun-cheol betonte, dass die immateriellen Vorteile – wie globale Publicity und kulturelles Prestige – die direkten wirtschaftlichen Gewinne bei Weitem übersteigen könnten. Frühere Großveranstaltungen in Seoul, etwa internationale Konferenzen oder Festivals, brachten in der Regel 2 bis 4 Billionen Won (1,4 bis 2,8 Milliarden Euro) in den Bereichen Tourismus, Gastronomie und lokale Wirtschaft ein. Eine vollständige Erfassung der Auswirkungen bleibt jedoch schwierig, da sich die Effekte über mehrere Sektoren und Verwaltungsbereiche verteilen.
Die finanziellen und kulturellen Folgeeffekte des Konzerts sind bereits spürbar. Mit Zahlungen von HYBE an Stadt und Zentralregierung in Höhe von rund 90 Millionen Won (etwa 60.000 Euro) verspricht die Veranstaltung sowohl kurzfristige wirtschaftliche Impulse als auch langfristigen Werbewert. Behörden und Unternehmen bereiten sich auf eines der prägendsten eintägigen Events Seouls der letzten Jahre vor.






