Caravaning-Branche im Umbruch: Junge Käufer verändern den Markt radikal
Amelie KleinCaravaning-Branche im Umbruch: Junge Käufer verändern den Markt radikal
Die Caravaning-Branche erlebt einen Wandel in ihrer Kundschaft. Jüngere, digital besser vernetzte Käufer drängen zunehmend auf den Markt, wie eine aktuelle Studie von GfK Consumer Insights zeigt. Diese Veränderung kommt zu einer Zeit, in der der Absatz von Wohnwagen und Wohnmobilen nach Jahren des Wachstums vor neuen Herausforderungen steht.
Der CIVD, der Branchenverband für Caravaning, hat gemeinsam mit GfK die Veränderungen im Kaufverhalten analysiert. Die Studie untersuchte Einstellungen und Werte von 2008 bis heute und identifizierte dabei zentrale Trends für die Zukunft. Ein wichtiges Ergebnis: Eine jüngere, technikaffine Zielgruppe gewinnt an Bedeutung – sie teilt zwar viele Werte mit der traditionellen Kundschaft, ist aber deutlich stärker online aktiv.
Während der COVID-Jahre verzeichnete die Branche einen deutlichen Aufschwung: Die Verkäufe von Wohnwagen und Wohnmobilen stiegen fast auf das Doppelte, da flexibles, naturnahes Reisen immer beliebter wurde. Viele dieser Käufer waren Neulinge mit leicht anderen Prioritäten als langjährige Enthusiasten. Aktuell jedoch dämpfen wirtschaftliche Belastungen, geopolitische Spannungen und Lieferkettenprobleme die Nachfrage spürbar.
Als Reaktion darauf passt der CIVD seine Marketingstrategie an. Der Verband setzt künftig stärker auf digitale Kampagnen, um die jüngere Zielgruppe besser zu erreichen. Zudem ist eine vertiefte Zusammenarbeit mit GfK geplant, um Kaufabsichten in Deutschland zu analysieren und frühzeitig neue Branchentrends zu erkennen.
Die Studie liefert klare Erkenntnisse über den sich wandelnden Caravaning-Markt. Da eine jüngere, digital affine Generation zunehmend an Einfluss gewinnt, stellt sich die Branche neu auf. Künftig stehen digitale Kundenansprache und die Beobachtung von Verhaltensänderungen im Mittelpunkt.






