CDU Solingen drängt auf Kreisverkehr als schnelle Lösung für A3-Anbindung
Moritz KellerCDU Solingen drängt auf Kreisverkehr als schnelle Lösung für A3-Anbindung
Die CDU-Fraktion in Solingen setzt sich für eine bessere Anbindung an die Autobahn A3 ein. Im Fokus steht dabei ein geplanter Kreisverkehr auf der Bonner Straße als schnelle Lösung. Gleichzeitig werden weitere Vorschläge diskutiert, von denen einige als undurchführbar oder zu kostspielig abgetan werden.
Jonathan Bürger, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, fordert intelligentere Ampelschaltungen, um den Berufsverkehr zu entlasten. Diese sollen sich flexibel an das aktuelle Verkehrsaufkommen anpassen. Zudem unterstützt die Partei den Kreisverkehr auf der Bonner Straße, da dieser schneller umsetzbar sei als andere Varianten.
Daniel Flemm, Fraktionsvorsitzender der CDU, kritisierte jüngste Ideen der BfS (Bürger für Solingen) scharf. Diese hätten mit Vorschlägen wie einem Tunnel unter der Langhansstraße oder einer Anbindung über die Haus Gravener Straße falsche Hoffnungen geweckt. Flemm bezeichnete beide Projekte als unrealistisch, während die BfS einräumte, dass ein Tunnel unter dem geschützten Landschaftsgebiet viel zu teuer wäre.
Marc Westkämper, stellvertretender Bezirksbürgermeister, verwies auf zusätzliche Hindernisse. Eine Verbindung zum Langenfelder Autobahnkreuz würde große Flächen an Wald, Wiesen und Überschwemmungsgebieten in Anspruch nehmen. Zudem gebe es rechtliche Probleme, da alte Bebauungspläne für die Kleingärten entlang des Bussche-Kessel-Wegs nicht mehr gültig seien. Eine Neuregelung könnte über zwei Jahrzehnte dauern.
Ungewiss bleibt auch die Zustimmung Langenfelds zur Route über die Haus Gravener Straße. Die BfS, einst Teil der regierenden Mehrheit mit SPD und Grünen, unterstützt nun Lösungen für die A3-Anbindung, die sie zuvor abgelehnt hatte. Dieser Kurswechsel hat die Debatte darüber verschärft, welcher Ansatz tatsächlich umsetzbar ist.
Der von der CDU favorisierte Kreisverkehr auf der Bonner Straße bleibt ein zentraler Vorschlag für eine schnellere Autobahnanbindung. Andere Optionen scheitern an rechtlichen, ökologischen und finanziellen Hürden. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Beratungen und Genehmigungen durch die lokalen Behörden ab.






