Cybertrading-Betrug: Wie Kriminelle Millionen mit falschen Anlageversprechen stehlen
Marie FuchsCybertrading-Betrug: Wie Kriminelle Millionen mit falschen Anlageversprechen stehlen
Zum Safer Internet Day warnt die Kreispolizeibehörde Höxter vor der wachsenden Gefahr von Cybertrading-Betrug
Betrüger bringen selbst gut gebildete und erfolgreiche Menschen dazu, in gefälschte Anlagegeschäfte zu investieren – mit Millionenverlusten pro Jahr. Die Behörden betonen, wie wichtig es ist, bei unerbetenen Finanzangeboten besonders vorsichtig zu sein.
Oft beginnt der Betrug mit kleinen, scheinbar echten Gewinnen, die Vertrauen aufbauen sollen. Diese anfänglichen Erträge werden manipuliert, um die Opfer dazu zu verleiten, größere Summen zu investieren. Anschließend verlangen die Kriminellen zusätzliche Gebühren oder Einzahlungen, bevor sie mit dem Geld verschwinden.
"Besonders perfide", beschreibt Kriminalhauptkommissar Albert Ecke die Masche. Die Opfer würden mit Versprechungen schneller Gewinne unter Druck gesetzt und zur Geheimhaltung gedrängt. Die Polizei warnt: Wer unter Zeitdruck gesetzt wird oder zur Verschwiegenheit aufgefordert wird, sollte sofort misstrauisch werden.
Allein 2023 registrierte die deutsche Polizei über 350 Fälle im Zusammenhang mit mehr als 30 betrügerischen Plattformen, wobei der gemeldete Schaden über 34 Millionen Euro betrug. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher liegen, da viele Fälle nicht angezeigt werden. Besonders stark betroffen ist Schleswig-Holstein, wo die Straftaten von 25 Fällen im Jahr 2024 auf 51 im Jahr 2025 anstiegen. In Bayern wurde ein Großfall mit 235 Geschädigten und 28,6 Millionen Euro Verlust untersucht.
Warnsignale sind unter anderem unrealistisch hohe Renditeversprechen, unaufgeforderte Kontaktaufnahmen sowie die Aufforderung, Geld auf ausländische Konten zu überweisen oder in Kryptowährungen zu zahlen. Die Polizei rät dringend, niemals Geld zu überweisen, ohne vorher gründlich recherchiert zu haben, und bei Unsicherheit Hilfe zu suchen.
Da Cybertrading-Betrug weiter zunimmt und selbst finanziell versierte Menschen ins Visier nimmt, appellieren die Behörden an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben und Anlageangebote genau zu prüfen. Frühzeitiges Melden verdächtiger Aktivitäten kann helfen, weitere Schäden zu verhindern.






