Deutsches Blechbläsermuseum kämpft mit Kürzungen gegen finanzielle Notlage
Henry SchmittDeutsches Blechbläsermuseum kämpft mit Kürzungen gegen finanzielle Notlage
Das Deutsche Blechbläsermuseum in Krefeld-Fichtenhain kürzt Öffnungszeiten und Personal, um finanzielle Engpässe zu bewältigen. Ohne Unterstützung der Stadt droht der Einrichtung ein jährliches Defizit von bis zu 80.000 Euro. Zu den Maßnahmen gehören eingeschränkter Publikumsverkehr und weniger Führungen, um Kosten zu sparen.
Das Museum öffnet nun nur noch mittwochnachmittags für Führungen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum bisherigen Angebot. Gruppenbesuche sind weiterhin buchbar, allerdings ebenfalls nur in diesem begrenzten Zeitfenster. Mit der Entscheidung soll ein jährliches Minus von 8.000 Euro im Führungsbereich verringert werden.
Auch beim Personal wurde gespart: Eine Stelle für Restaurierung entfiel komplett, eine Vollzeitstelle in der Forschung wurde auf Teilzeit reduziert. Zudem wurden die Bürozeiten auf Montag bis Mittwoch verkürzt.
Um zusätzliche Einnahmen zu generieren, setzt das Museum auf Leihgaben seiner Ausstellungen, kostenpflichtige Fachvorträge und den Verkauf von Büchern. Ein neues Programm namens "Junge Forscher entdecken" soll gezielt jüngere Besucher ansprechen. Aktuelle Besucherzahlen, die die Wirkung dieser Maßnahmen belegen könnten, liegen jedoch nicht vor.
Die finanzielle Lage des Museums bleibt angespannt, da die Stadt Krefeld keine Mittel bereitstellt. Zwar sollen die gekürzten Öffnungszeiten und der Personalabbau die Ausgaben senken, doch die langfristigen Folgen für den Besucherzugang und die Einnahmen sind ungewiss. Die Einrichtung sucht weiterhin nach alternativen Einnahmequellen, um das Haushaltsdefizit zu decken.






