04 May 2026, 10:07

Dormagen feiert 50 Jahre Stadtverwaltung mit mehr Bürgerbeteiligung denn je

Offenes Buch mit einer Stadtansicht-Illustration, die Gebäude, Bäume und Menschen enthält, sowie sichtbarem Text.

Dormagen feiert 50 Jahre Stadtverwaltung mit mehr Bürgerbeteiligung denn je

Dormagen feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Die Stadtverwaltung blickt auf 50 Jahre zurück. Doch neben den Feierlichkeiten rückt die wachsende Bedeutung der Bürgerbeteiligung für die Gestaltung der Zukunft in den Fokus. Ob digital oder im direkten Austausch – die Einwohner:innen haben heute mehr Möglichkeiten denn je, lokale Entscheidungen mitzuprägen.

Die Stadt ist überzeugt: Wer seine Bürger:innen ernst nimmt, schafft eine lebenswertere und stärkere Gemeinschaft. Zahlreiche Initiativen haben bereits gezeigt, wie aus öffentlichen Anregungen konkrete Verbesserungen in den Stadtteilen entstehen.

Im Laufe der Jahre hat Dormagen die Wege erweitert, auf denen Anwohner:innen ihre Meinung einbringen können. Die Online-Plattform „sag’s uns“ sammelt detaillierte Vorschläge, Kritik und Ideen und leitet sie direkt an die Verwaltung weiter. Für schnelle Lösungen sorgt der Dormagener Mängelmelder, mit dem Bürger:innen problemlos defekte Straßenlaternen oder Schlaglöcher melden können.

Darüber hinaus setzt die Stadt auf Formate wie das World Café, bei dem in kleinen Diskussionsrunden praktische Lösungen erarbeitet werden. Ein Ergebnis war etwa der Waldorf-Bus in Straberg, der lokale Verkehrsbedürfnisse bedient. Ein weiterer Erfolg entstand durch den Bürgerhaushalt, der Projekte wie Lastenräder für nachhaltige Mobilität oder neue Willkommensschilder in verschiedenen Stadtteilen finanzierte.

Bürgermeister Erik Lierenfeld betont, dass diese Bemühungen weiter ausgebaut werden. Künftig soll Bürgerfeedback noch stärker in politische Entscheidungen einfließen. Weitere Beteiligungsmöglichkeiten sind regelmäßige Bürgerdialoge, ein eigener Seniorenbeirat sowie ein Integrationsrat, um vielfältige Stimmen zu Gehör zu bringen. Selbst Kinder und Jugendliche haben eigene Kanäle, um sich einzubringen.

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Eine Open-Data-Plattform fördert zudem Transparenz, indem sie Bürger:innen Zugang zu städtischen Informationen bietet. Die Verantwortlichen sind überzeugt: Niemand kennt die Bedürfnisse der Kieze besser als die Menschen, die dort leben. Durch frühe und kontinuierliche Einbindung der Bevölkerung will Dormagen Politik gestalten, die echte Prioritäten der Gemeinschaft widerspiegelt.

Das Jubiläumsjahr zeigt, wie weit die Stadt gekommen ist, um Bürgerbeteiligung zu einem Grundpfeiler der lokalen Verwaltung zu machen. Instrumente wie der Mängelmelder, die Plattform „sag’s uns“ oder Haushaltsprojekte haben bereits sichtbare Veränderungen bewirkt. Künftig wird Dormagen diese Kanäle weiter stärken – damit Entscheidungen noch näher an den tatsächlichen Bedürfnissen der Einwohner:innen bleiben.

Quelle