Dortmunder Flughafen 2025: 6,3 Millionen Euro Verlust trotz Passagierwachstum
Moritz KellerDortmunder Flughafen 2025: 6,3 Millionen Euro Verlust trotz Passagierwachstum
Flughafen Dortmund schließt 2025 mit 6,3 Millionen Euro Defizit ab – deutlicher Anstieg gegenüber Vorjahr
Der Flughafen Dortmund beendete das Jahr 2025 mit einem Defizit von 6,3 Millionen Euro – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Verlust von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr. Trotz eines Passagieraufkommens von 3,24 Millionen belasteten höhere Personalkosten und reduzierte Flugangebote die Finanzen.
Die Jahresumsätze des Flughafens stiegen auf 49,81 Millionen Euro, doch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) sank von 5,1 Millionen Euro auf etwa 971.000 Euro. Haupttreiber des Defizits waren die gestiegenen Lohnkosten, die auf Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neues Tarifabkommen zurückzuführen sind.
Die Passagierzahlen erholten sich 2025 auf 3,24 Millionen – ein Anstieg gegenüber 2 Millionen im Vorjahr. Dieses Wachstum milderte die Auswirkungen des Rückzugs von Ryanair ab, das zuvor 430.000 Reisende transportiert hatte. Auch Eurowings strich Verbindungen, was weitere 130.000 Passagiere betraf, doch die Nachfrage blieb insgesamt stabil.
Die Entwicklung in Dortmund spiegelt einen bundesweiten Trend bei Regionalflughäfen wider. Wie Nürnberg und Karlsruhe/Baden-Baden brachen auch in Dortmund die Passagierzahlen während der COVID-19-Pandemie ein – von 2,5 Millionen im Jahr 2019 auf 0,8 Millionen 2020. Die Erholung verläuft stetig, doch die Umsätze liegen weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie. Die endgültigen, geprüften Zahlen für 2025 werden im Juni vorgelegt.
Die Bilanz 2025 des Flughafens Dortmund zeigt sowohl Fortschritte bei der Erholung als auch finanzielle Belastungen. Das Passagierwachstum dämpfte die Folgen der Flugstreichungen, doch die steigenden Kosten trieben das Defizit in die Höhe. Das vollständige finanzielle Bild wird erst nach Abschluss der Prüfung im Juni deutlich sein.






