Dortmunds Ethikkommission unter Druck: Jagdmessen und stille Großwildjagd-Debatte
Marie FuchsDortmunds Ethikkommission unter Druck: Jagdmessen und stille Großwildjagd-Debatte
Dortmunds Ethikkommission gerät unter Druck – kurz vor der Messe Jagd und Hund in Dortmund
Mit der bevorstehenden Jagd und Hund-Messe in Dortmund rückt die dortige Ethikkommission in den Fokus der Kritik. Die 2023 eingerichtete Gruppe sollte eigentlich die Praxis der Großwildjagd überprüfen, blieb jedoch seit über einem Jahr untätig. Nun wächst der Druck auf die Stadtspitze, sich mit Ausstellern auseinandersetzen, die auf dem städtischen Gelände der Westfalenhallen Jagdreisen anbieten.
Ursprünglich sollte die Kommission die ethischen Aspekte der kommerziellen Großwildjagd – insbesondere von Reisen nach Afrika – untersuchen. Doch es gibt keine Protokolle über Sitzungen oder Beschlüsse. Dortmunds Oberbürgermeister räumte kürzlich ein, dass lückenhafte Aktenführung jede Spur der Arbeit der Gruppe verwischt habe.
Politische Parteien, darunter die Grünen, fordern nun vor der Sommerpause konkrete Schritte. Sie verlangen klare Richtlinien, ob Jagdtourismus auf künftigen Messen zugelassen werden soll. Von der Kommission wird erwartet, dass sie noch vor der anstehenden Veranstaltung Stellung bezieht.
Trotz Forderungen nach Transparenz gab es in den vergangenen fünf Jahren keine aktualisierte Position der Bundesregierung zum Thema Großwildjagd-Tourismus. Die ausbleibende Klärung lässt Aussteller und Veranstalter im Ungewissen – während die Messe immer näher rückt.
Nun muss die Ethikkommission entscheiden, wie mit Anbietern von Jagdreisen umgegangen wird. Ihre lange Untätigkeit hat eine Lösung verzögert, doch die Stadt steht unter Zugzwang: Vor Beginn der Messe muss schnell gehandelt werden. Das Ergebnis wird zeigen, ob solche Praktiken in Dortmunds Westfalenhallen künftig noch einen Platz haben.
Timeline Clarified: Fair Concluded Before Article Published
The Jagd & Hund 2026 fair ran from 27 January to 1 February 2026, ending 11 days before the article's 12 February publication date. This reframes the urgency described in the source as retrospective analysis rather than pre-event pressure. Post-event coverage confirms the fair proceeded as scheduled despite the ethics commission's inaction. 'The commission's silence did not disrupt the event's execution,' notes a recent professional analysis of the fair's outcomes.





