Düren gedenkt der Opfer des DDR-Aufstands 1953 mit bewegender Zeremonie
Henry SchmittDüren gedenkt der Opfer des DDR-Aufstands 1953 mit bewegender Zeremonie
In Düren fand eine feierliche Gedenkveranstaltung statt, um der Opfer des Stalinismus und des Aufstands von 1953 in der DDR zu gedenken. Die Veranstaltung am Mahnmal vor dem Rurtal-Gymnasium umfasste Reden lokaler Amtsträger sowie den persönlichen Bericht eines Zeitzeugen. Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule beteiligten sich mit symbolischen Protestaktionen.
Bürgermeister Frank Peter Ullrich eröffnete die Zeremonie mit einem Rückblick auf die gewaltsame Niederschlagung des Aufstands vom 17. Juni 1953 in der ehemaligen DDR. Er betonte die Bedeutung, diesen Tag im Gedächtnis zu behalten und demokratische Freiheiten zu verteidigen.
Schüler der St.-Angela-Schule hielten Pappkartons mit Parolen der damaligen DDR-Proteste hoch. Ihr Engagement wurde später von Heiko Hendriks, dem Landesbeauftragten der Staatsregierung, gewürdigt. Er dankte sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Lehrkräften für ihr Engagement, das historische Erinnerung bewahrt.
Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender des Verbands der Opfer des Stalinismus (VOS), teilte seine eigenen Erfahrungen unter dem Regime. Sein Zeugnis verlieh der Veranstaltung eine persönliche Note.
Die Veranstalter kündigten an, dass die Gedenkfeier im nächsten Jahr auf Oktober 2025 verlegt wird und unter dem Motto „35 Jahre Deutsche Einheit – Sind wir angekommen?“ stehen wird.
Die Zeremonie vereinte Amtsträger, Jugendliche und Überlebende, um derer zu gedenken, die sich gegen Unterdrückung stellten. Der Fokus auf Bildung und Erinnerung stellt sicher, dass das Vermächtnis des 17. Juni 1953 für kommende Generationen lebendig bleibt. Das Programm des nächsten Jahres wird die Debatte auf die deutsche Wiedervereinigung und ihre anhaltende Wirkung ausweiten.
