01 May 2026, 04:09

Eil-Monitoring zur Energiewende: Warum der neue Bericht Fragen aufwirft

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Eil-Monitoring zur Energiewende: Warum der neue Bericht Fragen aufwirft

Am 15. September wurde der Bundesregierung ein neuer Monitoring-Bericht zur Energiewende vorgelegt. Das unter großem Zeitdruck erstellte Dokument untersucht zentrale Bereiche wie Strombedarf, Versorgungssicherheit und den Ausbau erneuerbarer Energien. Seitdem gibt es Fragen zum Entstehungsprozess des Berichts.

Der Auftrag für die Studie wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) an das Institut für Energiewirtschaft der Universität zu Köln (EWI) vergeben. Aufgrund der knappen Frist erfolgte die Beauftragung im Rahmen einer bestehenden Rahmenvereinbarung. Zudem wurde eine Metaanalyse in Auftrag gegeben, um die Deadline einzuhalten.

Am 12. Juni wurde die Leistungsbeschreibung für den Bericht an die BET Consulting GmbH übermittelt, die gemeinsam mit dem EWI das Konsortium leitete. Der fertige Bericht umfasste Prognosen zum Strombedarf, den Netzausbau, die Wasserstoffentwicklung sowie den Fortschritt der Digitalisierung.

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Am 9. September reichte die Linksfraktion im Bundestag eine Kleine Anfrage zur Erstellung des Berichts ein. Darin fragte sie, ob es personelle Überschneidungen zwischen EWI-Mitarbeitenden und ehemaligen oder aktuellen Auftraggebern des Instituts gebe. Die Bundesregierung antwortete, ihr lägen keine Kenntnisse über solche Verbindungen vor.

In der Anfrage wurden zudem Details zu Kontakten, Treffen oder Absprachen zwischen dem EWI und der Staatssekretärin Katherina Reiche für den Zeitraum von September 2015 bis August 2025 erfragt. Die Antwort der Regierung ging auf diese Bitte jedoch nicht ein.

Der Bericht wurde zwar fristgerecht geliefert, doch seine Erstellung wirft Fragen zur Transparenz und möglichen Interessenkonflikten auf. Die Bundesregierung hat zu den angefragten Details bisher keine weiteren Erläuterungen geliefert. Die Fragen der Linksfraktion bleiben vorerst unbeantwortet.

Quelle