30 April 2026, 14:14

Eskalation bei der Berliner Zeitung: Verleger und Journalist liefern sich öffentlichen Machtkampf

Zeitung mit dem Text "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" vor schwarzem Hintergrund.

Eskalation bei der Berliner Zeitung: Verleger und Journalist liefern sich öffentlichen Machtkampf

Ein öffentlicher Streit ist zwischen Holger Friedrich, Verleger der Berliner Zeitung, und dem Journalisten Franz Sommerfeld entbrannt. Im Mittelpunkt des Konflikts steht der Abschied von Anja Reich-Osang, der leitenden Reporterin des Blattes, nach drei Jahrzehnten. Friedrich hat nun in einem persönlichen Artikel auf Sommerfelds Kritik reagiert und die Spannungen damit weiter verschärft.

Der Streit begann, als Sommerfeld nach Reich-Osangs Ausscheiden öffentlich die politische Ausrichtung der Berliner Zeitung kritisierte. Er behauptete, ihr Abgang markiere eine Veränderung der redaktionellen Linie des Blattes. Friedrich verschwieg jedoch, dass die Kritik von Sommerfeld persönlich und nicht von der Belegschaft der Zeitung stammte.

In seiner Stellungnahme wies Friedrich Sommerfelds Aussagen zu Reich-Osangs Anstellung als "Unsinn" und "gefährlich" zurück. Zudem verteidigte er seine Entscheidung, über ihren Abschied zu berichten, und argumentierte, es handele sich um eine bedeutende Nachricht. Der Verleger ging noch weiter und griff einen früheren Artikel über seine Ehefrau sowie die Berichterstattung des Medienportals kress an.

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Der Autor des analysierenden Artikels zum Streit beschrieb Friedrich als jemanden mit einem "übersteigerten Ego" und einer Abneigung, sich mit Kritik auseinanderzusetzen. Zwar räumte er Friedrichs Engagement für journalistische Qualität ein, betonte aber auch dessen Unbehagen, wenn die Aufmerksamkeit sich auf ihn selbst richtete. Friedrich wiederum argumentierte, die Berliner Zeitung hätte Sommerfelds Vorwürfe nicht verbreiten dürfen, und bezeichnete diesen Schritt als problematisch.

Die Auseinandersetzung hat die Spannungen um redaktionelle Unabhängigkeit und Transparenz bei der Berliner Zeitung offenbart. Friedrichs Reaktion lässt die Haltung der Zeitung zu Reich-Osangs Abschied – und zu Sommerfelds Kritik – weiterhin ungeklärt. Nun bleibt abzuwarten, ob weitere öffentliche Stellungnahmen oder interne Veränderungen folgen werden.

Quelle