Essen baut riesige Solarkfz-Überdachung für 25.000 Module auf Messegelände
Marie FuchsEssen baut riesige Solarkfz-Überdachung für 25.000 Module auf Messegelände
Essen treibt den Ausbau der Solarenergie im Rahmen seiner Klimaziele entschlossen voran. Ein großes Vorhaben auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen sieht den Bau einer der größten Solarkfz-Überdachungen Deutschlands vor, die sich über 19 Hektar erstrecken soll. Gleichzeitig prüft die Stadt sechs Standorte für neue Solarparks und fördert die Installation von Photovoltaikanlagen auf privaten Gebäudedächern.
Die Solarkfz-Überdachung auf dem Messegelände wird etwa 25.000 Solarmodule umfassen und eine Leistung von rund 11 Megawatt Peak (MWp) erzeugen. Nach der Inbetriebnahme soll sie jährlich etwa 11.000 Megawattstunden (MWh) Strom produzieren – genug, um den CO₂-Ausstoß um geschätzte 5.000 Tonnen pro Jahr zu reduzieren.
Aktuell befindet sich das Projekt in der Baugenehmigungsphase; der Baubeginn ist für den Herbst 2026 vorgesehen, vorbehaltlich der notwendigen Zustimmungen. Der Essener Stadtrat wird regelmäßig über den Fortschritt informiert, während die Planung voranschreitet.
Darüber hinaus hat die Stadt 29.840 Teilflächen identifiziert, die sich für Freiflächen-Solaranlagen eignen. Diese könnten eine Kapazität von bis zu 538 MW ermöglichen und damit die deutschen Ziele für erneuerbare Energien gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023) unterstützen. Sechs Standorte wurden für eine abschließende Bewertung vorselektiert, wobei die genauen Kriterien und Eignungsbewertungen noch geprüft werden.
Seit Januar 2022 fördert Essen zudem den Ausbau von Solaranlagen auf privaten Hausdächern. Diese Maßnahmen sind Teil des Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplans (SECAP) der Stadt, mit dem lokale Klimaverpflichtungen erfüllt werden sollen.
Die Solarkfz-Überdachung und die geplanten Freiflächenanlagen werden die erneuerbare Energieerzeugung in Essen deutlich steigern. Bei Genehmigung sollen die Bauarbeiten Ende 2026 beginnen. Das Projekt trägt damit sowohl zu lokalen als auch zu nationalen Nachhaltigkeitszielen bei. Der Stadtrat wird kontinuierlich über die weiteren Schritte informiert.






