Fachkonferenz diskutiert bessere Berufsorientierung für junge Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis
Amelie KleinFachkonferenz diskutiert bessere Berufsorientierung für junge Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis
Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zur ersten Fachkonferenz des Netzwerks "Übergang von der Schule in den Beruf" des Rheinisch-Bergischen Kreises zusammen. Die Veranstaltung brachte Schulen, Unternehmen, Politikerinnen und Politiker sowie junge Menschen an einen Tisch, um gemeinsam die Herausforderungen der Berufsorientierung anzugehen. Im Mittelpunkt standen die Lebensrealitäten junger Menschen und die Anforderungen lokaler Arbeitgeber.
Eröffnet wurde die Konferenz mit einem Impulsvortrag von Wiebke Jessen, die Erkenntnisse aus der SINUS-Jugendstudie vorstellte. Ihre Forschung zeigte die vielfältigen soziokulturellen Hintergründe junger Menschen auf und deren unterschiedliche Bedürfnisse in Übergangsphasen des Lebens.
Seit 2005 betreibt der Rheinisch-Bergische Kreis ein Netzwerk, das den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern soll. Eine eigens eingerichtete Koordinierungsstelle steuert die Berufsorientierungsangebote und hat die Programme seit 2012 auf alle Schulformen ausgeweitet. Dadurch wurden die Angebote besser aufeinander abgestimmt und zielgruppenspezifische Unterstützungen eingeführt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer analysierten die Hürden, mit denen junge Menschen auf einem sich rasant wandelnden Arbeitsmarkt konfrontiert sind. Zu den Empfehlungen zählte die Schaffung einer zentralen Informationsplattform für Berufsorientierungsangebote sowie eine stärkere Verzahnung von Schulen und Betrieben. Zudem wurde vorgeschlagen, Programme zur Persönlichkeitsentwicklung fest in die Übergangsbegleitung zu verankern.
Die Konferenz wurde von regionalen Partnern mitgestaltet, um eine Mischung aus Fachwissen und praktischer Erfahrung zu gewährleisten. Die erarbeiteten Vorschläge werden nun von lokalen Steuerungsgremien geprüft und in konkrete Maßnahmen umgesetzt.
Die Veranstaltung brachte klare Handlungsvorschläge zur Verbesserung der Berufsorientierung in der Region hervor. Ein zentrales Informationsportal und engere Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen sollen mehr praxisnahe Chancen bieten. Die regionalen Verantwortlichen werden diese Maßnahmen nun über die bestehenden Netzwerkstrukturen umsetzen.






