Großrazzia in NRW deckt Lohnbetrug und illegale Beschäftigung auf
Gemeinsame Razzia in Nordrhein-Westfalen deckt zahlreiche Verdachtsfälle auf Lohn- und Arbeitsrechtsverstöße auf
Bei einer gemeinsamen Aktion in Nordrhein-Westfalen sind mehrere Fälle von mutmaßlichen Verstößen gegen Arbeits- und Lohnvorschriften aufgedeckt worden. Zollbeamte und örtliche Polizeikräfte arbeiteten dabei im Rahmen einer europaweiten Durchsetzungsinitiative zusammen. Die Kontrollen fanden am 9. Februar 2026 statt und zielten auf Schwarzarbeit und Betrugsdelikte ab.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Krefeld führte die Operation gemeinsam mit der Polizei Mönchengladbach durch. Dabei wurden 26 Arbeitgeber überprüft und 32 Beschäftigte befragt.
Die Ermittlungen förderten neun Verdachtsfälle von Lohnvorenthaltung und Untreue zutage. In fünf weiteren Fällen gab es Hinweise auf Sozialleistungsbetrug, während drei mögliche Verstöße gegen den Mindestlohn festgestellt wurden. Zudem identifizierten die Behörden einen Fall von illegaler Arbeitnehmerüberlassung sowie vier Verstöße gegen die Meldepflicht bei Arbeitsaufnahme.
Die Aktion war Teil von ROADPOL, einem europaweiten Bündnis von Verkehrspolizeibehörden aus 27 EU-Ländern. Obwohl die Initiative primär auf Verkehrssicherheit und grenzüberschreitende Straftaten ausgerichtet ist, konzentrierte sich dieser Einsatz gezielt auf den Bereich der nicht angemeldeten Beschäftigung.
Die weiteren Ermittlungen übernimmt nun die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Mönchengladbach. Je nach Ergebnis könnten rechtliche Schritte gegen die betroffenen Arbeitgeber eingeleitet werden. Die Operation unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Arbeitsmarktdelikte in ganz Europa zu bekämpfen.






