13 March 2026, 02:07

Heidelberg Materials schließt Zementwerk Paderborn – Fokus auf klimafreundliche Alternativen

Ein Betonbordstein mit einer aus ihm wachsenden Pflanze, umgeben von üppigen grünen Pflanzen und trockenen Blättern auf dem Boden.

Heidelberg Materials schließt Zementwerk Paderborn – Fokus auf klimafreundliche Alternativen

Heidelberg Materials kündigt Schließung des Zementwerks in Paderborn an

Im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung wird Heidelberg Materials sein Zementwerk in Paderborn schließen. Die Entscheidung fällt in eine Phase des Wandels hin zu kohlenstoffarmer Produktion und eines Rückgangs der Nachfrage nach herkömmlichem Zement. Von der Schließung sind 53 Mitarbeiter betroffen, doch das Unternehmen hat Unterstützung bei ihrem beruflichen Übergang zugesagt.

Das Werk in Paderborn betrieb seit 2022 einen kleinen Drehrohrofen im Pilotbetrieb, mit dem Schwerpunkt auf Tests von Ternocem®, einem innovativen Zement mit geringem CO₂-Ausstoß. Da Heidelberg Materials die Produktion von kohlenstoffreduziertem Zement mittlerweile auf alle Standorte ausgeweitet hat, entfällt die besondere Rolle Paderborns.

Die Schließung ist Teil des übergeordneten Plans des Konzerns, sein europäisches Produktionsnetzwerk zu optimieren. Während das Zementwerk geschlossen wird, bleiben der Steinbruch des Tochterunternehmens Mineralik sowie die lokalen Transportbeton-Aktivitäten in Paderborn weiter in Betrieb. Die Weiterentwicklung von Ternocem® soll an andere Standorte verlegt werden, darunter Hannover (Deutschland), Stockholm (Schweden) und Edmonton (Kanada). Bis 2026 soll die Produktionskapazität für das Material auf 200.000 Tonnen pro Jahr steigen, mit Fokus auf Skalierung und Marktausbau.

Für die betroffenen Mitarbeiter hat Heidelberg Materials sozialverträgliche Lösungen angekündigt, darunter mögliche Versetzungen in nahegelegene Werke – konkrete Details stehen jedoch noch aus.

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund eines Kursrückgangs der Unternehmensaktie um fast 18 Prozent im vergangenen Monat. Anleger reagieren damit offenbar auf die strategische Abkehr von der traditionellen Zementproduktion. Die Schließung des Werks in Paderborn markiert einen weiteren Schritt im Wandel von Heidelberg Materials hin zu kohlenstoffarmen Alternativen.

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