Hemadlenz-Fest in Dorfen bricht Besucherrekord trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen
Henry SchmittHemadlenz-Fest in Dorfen bricht Besucherrekord trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen
Dorfens jährliches Hemadlenz-Fest endet mit Rekordbesuch und strengen Sicherheitsvorkehrungen
Das traditionelle Hemadlenz-Fest in Dorfen ist mit einer Rekordteilnehmerzahl und unter hohen Sicherheitsauflagen zu Ende gegangen. Über 4.500 Feiernde versammelten sich am 12. Februar zu dem jahrhundertealten Brauch, bei dem eine Strohpuppe verbrannt wird, um den Winter symbolisch zu vertreiben. Trotz eines plötzlichen Wetterumschwungs am späten Nachmittag verlief die Veranstaltung unter sonnigem Himmel weitgehend ohne größere Störungen.
Eröffnet wurde das Fest mit einem Umzug in historischer Tracht: Die Männer trugen lange weiße Nachthemden und schwarze, spitze Kappen, die Frauen Nachtmützen mit roten Verzierungen. Die Prozession zog sich durch das Dorfener Stadtzentrum, wo die Zufahrtsstraßen mit Baggern und Lkw abgesperrt worden waren. Durch absolute Parkverbote blieb die Zone autofrei – Teil eines 5.000-Euro-Sicherheitspakets der lokalen Behörden.
Der Höhepunkt des Festes fand am Marienplatz statt: die Verbrennung der Hemadlenz-Puppe. Unter dem Jubel der Menge wurde die Strohfigur auf ein Gerüst gehievt und angezündet – ein Symbol für die Vertreibung des Winters. Private Sicherheitskräfte meldeten einen reibungslosen Ablauf; fast alle Umzugsteilnehmer beendeten die Strecke ohne Zwischenfälle.
Offiziell endete die Feier um 14:30 Uhr, doch einige Gäste setzten die Party in der Kellerbar E3 oder im Club Heizwerk fort. Kaum war das Fest vorbei, schlug das Wetter um: Regen und Wind verdrängten die zuvor überraschend stabile Sonne, die alle Vorhersagen widerlegt hatte.
In diesem Jahr verzeichnete das Hemadlenz-Fest die höchste Besucherzahl seiner Geschichte – und das ohne ernste Zwischenfälle. Die Sicherheitsmaßnahmen, darunter Straßensperren und zusätzliches Personal, sorgten den ganzen Tag über für Ordnung. Nach der Verbrennung der Puppe löste sich die Menge friedlich auf und besiegelte damit eine weitere erfolgreiche Ausgabe von Dorfens altem Brauchtum.
Von 1899 bis 2026: Wie die Dorfener Hemadlenz-Tradition die Pandemie und die Zeit überstand
Das Hemadlenz-Fest in Dorfen hat tiefe historische Wurzeln, wobei die organisierende Karnevalsgesellschaft 1899 Dorfen e.V. ihre Ursprünge auf das Jahr 1899 zurückführt. Wichtiger Kontext:
- Gegründet im 1899, ist es eine der ältesten Faschingsgesellschaften Oberbayerns.
- Das Event im Jahr 2021 wurde aufgrund von Covid-19 abgesagt, was den Rekordbesuch im Jahr 2026 umso bedeutender macht.