Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Moritz KellerHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Die jährlich verliehene Auszeichnung ehrt Personen und Organisationen, die sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert.
In seiner Dankesrede kritisierte der 70-Jährige die Politik der vergangenen zwei Jahrzehnte für ihre mangelnde Fähigkeit, wirksam mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Besonders nannte er dabei die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und den amtierenden Kanzler Olaf Scholz, denen er vorwarf, in ihrer Ansprache unklar geblieben zu sein.
Grönemeyer rief zudem zu mehr bürgerlichem Engagement auf. Die Zivilgesellschaft brauche keine „Mutti“ oder keinen „Vati“, die ihr vorschreiben, was zu tun sei – vielmehr müssten die Menschen selbst die Initiative ergreifen, betonte er. Zur Veranschaulichung zog er einen Vergleich zum Fußball und nannte die Mittelfeldspieler Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović als Beispiel für Teamgeist auf dem Platz.
Am Ende seiner Rede klang er versöhnlich und plädierte für einen optimistischen Blick in die Zukunft, statt sich von Ängsten lähmen zu lassen.
Der Nationalpreis würdigt Grönemeyers vielfältige Beiträge für die Gesellschaft. In seiner Rede unterstrich er die Notwendigkeit klarer politischer Kommunikation und einer stärkeren Einbindung der Bürger. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 50.000 Euro verbunden.






