Illegale Abfalltransporte: 69-Jähriger mit gefährlichem Müll im Tunnel gestoppt
Moritz KellerIllegale Abfalltransporte: 69-Jähriger mit gefährlichem Müll im Tunnel gestoppt
Ein 69-jähriger Mann aus Bielefeld ist beim illegalen Transport von gefährlichem Abfall ohne die erforderlichen Genehmigungen erwischt worden. Die Behörden stoppten ihn, nachdem sie im Ostwestfalendamm-Tunnel einen gefährlich überladenen Anhänger entdeckt hatten. Der Vorfall löste mehrere Ermittlungen wegen illegaler Abfallentsorgung und möglicher Steuerhinterziehung aus.
Der Fall begann, als der Mann mit einem Anhänger durch den Tunnel fuhr, der etwa 2,2 Meter über die Ladefläche des Fahrzeugs hinausragte. Bei der Kontrolle fanden Beamte alte Haushaltsgeräte, Aluminiumschrott und Stahlabfälle, die sowohl auf der Ladefläche als auch im Inneren seines Wagens verstreut waren. Weitere Überprüfungen förderten einen zweiten Anhänger zutage, der ebenfalls mit Abfall beladen war – darunter gefährliche Stoffe.
In dem verlassenen Pferdeanhänger wurden Fässer mit altem Schmieröl sowie Autokühler mit Resten von Kühlmittel entdeckt. Der Mann konnte keine gültigen Papiere für das Sammeln oder die Entsorgung von Schrott und Sondermüll vorweisen. Ermittler stellten später fest, dass er etwa 20 bezahlte Abfalltransporte ohne die notwendige Genehmigung durchgeführt hatte.
Das Ordnungsamt der Stadt veranlasste, dass der Pferdeanhänger zu einem kommunalen Recyclinghof gebracht wurde, um den Abfall fachgerecht zu entsorgen. Zudem wurde das Bielefelder Zollamt informiert, um mögliche Verstöße gegen das Steuerrecht, darunter Steuerhinterziehung, zu prüfen.
Dem 69-Jährigen drohen nun Anklagen wegen Umweltvergehen, Verstößen gegen das Steuerrecht und Vergehen gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Die Behörden haben den Abfall beschlagnahmt und ermitteln weiter. Der Fall zeigt die Gefahren auf, die von unkontrollierten Abfalltransporten und illegalen Entsorgungsaktivitäten ausgehen.






