13 March 2026, 20:14

Jörg Schönenborn wechselt 2026 als Moderator zu den Tagesthemen – und prägt die ARD-Nachrichten neu

Ein Mann im Anzug und mit Krawatte, der eine Brille trägt, wird von Reportern mit Kameras zu beiden Seiten und einem Mikrofon vor ihm interviewt.

Er übernimmt den 'Tagesthemen'-Moderationsjob - Jörg Schönenborn wechselt 2026 als Moderator zu den Tagesthemen – und prägt die ARD-Nachrichten neu

Jörg Schönenborn, ein erfahrener Journalist mit fast 40 Jahren beim WDR, wechselt Mitte 2026 als Moderator zu den Tagesthemen. Der Wechsel markiert eine Neuausrichtung der politischen Berichterstattung in der ARD, wobei Führungskräfte sein langjähriges Engagement für glaubwürdigen Journalismus loben.

Schönenborn begann seine Karriere 1986 beim WDR, arbeitete zunächst kurz als freier Mitarbeiter, bevor er feste Positionen übernahm. Über die Jahrzehnte stieg er auf, fungierte als Chefredakteur und später als Fernsehdirektor. Sein Ausscheiden aus dieser Führungsposition hinterlässt laut WDR-Intendantin Katrin Vernau eine spürbare Lücke.

Die ARD betont, seine Berufung sei Teil einer umfassenderen Strategie, um die politische Berichterstattung in Das Erste und auf den digitalen Plattformen zu stärken. ARD-Vorsitzender Florian Hager bezeichnete ihn als "Verfechter hochwertigen Journalismus", während NDR-Intendant Hendrik Lünenborg ihn als "große Bereicherung" für Sender und Publikum würdigte.

Bei den Tagesthemen wird Schönenborn Ingo Zamperoni und Jessy Wellmer als Co-Moderator ergänzen. Bekannt für seinen ausgewogenen Stil, will er Nachrichten so vermitteln, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer sich selbst ein Urteil bilden können. Ein direkter Vergleich zwischen der jüngsten politischen Berichterstattung der ARD und der anderer öffentlich-rechtlicher Sender in den fünf Jahren vor diesem Wechsel liegt jedoch nicht vor.

Der Wechsel zu den Tagesthemen tritt Mitte 2026 in Kraft. Seine Erfahrung und sein Ruf als fairer Journalist dürften die politische Programmgestaltung der ARD prägen. Gleichzeitig deutet der Schritt auf eine Umstrukturierung in der WDR-Führungsebene hin, da er sein aktuelles Amt aufgibt.

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