19 June 2026, 12:08

Krischer fordert 500-Milliarden-Fonds für Deutschlands marode Infrastruktur

NRW-Verkehrsminister sieht Sondermittel als Anstoß

Krischer fordert 500-Milliarden-Fonds für Deutschlands marode Infrastruktur

Oliver Krischer, Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, begrüßt die Pläne der voraussichtlich künftigen Bundesregierung für einen 500-Milliarden-Euro-Sonderfonds. Er sieht darin einen entscheidenden Impuls für dringend notwendige Infrastrukturinvestitionen in ganz Deutschland.

Nordrhein-Westfalen verwaltet ein riesiges Verkehrsnetz: Über 7.000 landeseigene Brücken, mehr als 15.000 Kilometer Bundes- und Landesstraßen sowie das dichteste Schienennetz des Landes fallen in seinen Zuständigkeitsbereich. Krischer betont, dass nachhaltige Lösungen für einen solchen zentralen Verkehrsknotenpunkt unverzichtbar seien.

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Als Finanzierungsmodell schlägt er vor, den Fonds über verkehrsbezogene Einnahmen wie die Lkw-Maut zu speisen. Dieser Ansatz würde ein tragfähiges Modell schaffen, das direkt mit dem Sektor verknüpft ist, der von den Investitionen profitiert. Zudem fordert er Planungssicherheit über die jährlichen Haushalte hinaus, um chronische Verzögerungen bei Projekten zu vermeiden.

Krischer erwartet von Friedrich Merz, dass dieser für eine gerechte Verteilung der Mittel sorgt – das Geld müsse dorthin fließen, wo der Bedarf am größten sei. Gleichzeitig warnt er davor, sich bei einem Vorhaben dieses Ausmaßes allein auf neue Schulden zu verlassen.

Die Vorschläge des Ministers zielen darauf ab, eine stabile, langfristige Finanzierung der Infrastruktur zu sichern. Ein an Verkehrseinnahmen gekoppeltes Modell könnte die nötige Kontinuität bieten, um Deutschlands Netze instand zu halten und auszubauen. Der Sonderfonds markiert einen ersten Schritt, um jahrelange Investitionsdefizite auszugleichen.

Quelle