15 April 2026, 16:09

Kunstausstellung "Kreise öffnen" feiert 50 Jahre Gebietsreform mit kreativen Grenzdeutungen

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Stadtillustration auf seinen Seiten, umgeben von Text und anderen Bildern, die die Geschichte der Stadt darstellen.

Kunstausstellung "Kreise öffnen" feiert 50 Jahre Gebietsreform mit kreativen Grenzdeutungen

"Kreise öffnen": Neue Kunstausstellung zum 50. Jubiläum der Gebietsreform im Rheinisch-Bergischen Kreis

Zum 50. Jahrestag der Verwaltungsreform des Rheinisch-Bergischen Kreises ist die Ausstellung "Kreise öffnen" eröffnet worden. Neun regionale Künstler:innen präsentieren Werke, die das Konzept von Grenzen auf kreative Weise neu interpretieren. Jedes Stück bietet eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte, Landschaft und Identität des Kreises.

Die Schau erkundet Grenzen durch vielfältige Medien und Auslegungen. Claudia Betzins Beitrag umfasst handgedruckte Holzschnitt-Landkarten des Rheinisch-Bergischen Kreises, bei denen farbige Flächen und künstlerische Spuren herkömmliche Grenzlinien ersetzen. Veronika Moos hat im Festsaal ein großes, verknotetes Netz installiert, dessen offene Ober- und Unterseite bei Betrachtung von unten die Umrisse des Kreises erkennen lässt.

Jutta Dunkels Installation zieht sich als roter Faden von den Fluren des Kreishauses in den Bankettsaal und verweist dabei auf die lokale Sage vom Zwergenloch in Herrenstrunden. Helga Mohls widmet sich den historischen Bäumen der Region und hält ihre tiefe Verbindung zu bestimmten Orten fest. Margret Schopkas Videoinstallation verbindet persönliche Reflexionen über ihren Umzug nach Overath vor 34 Jahren mit live am Klavier begleiteten Klängen von Holger Crump.

Michael Wittassek zeigt Fotografien zentraler Grenzpunkte des Kreises, die auf beweglichen Rollwänden montiert sind und zum interaktiven Betrachten einladen. Ulrike Oeters Performance "Bergische Löwin" führt sie in einem auffälligen roten Kostüm und mit Maske durch das Gebiet, wo sie im Austausch mit Anwohner:innen authentische Eindrücke sammelt. Davids digitales Konzept hingegen dekonstruiert die Wappen des Kreises, stellt traditionelle Symbole infrage und regt zum Dialog an.

Gemeinsam verwandeln die Künstler:innen abstrakte Linien auf der Landkarte in lebendige, zum Nachdenken anregende Erlebnisse. Ihre Werke laden Besucher:innen ein, die prägende Rolle von Grenzen für Gemeinschaften und Identitäten neu zu überdenken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ausstellung "Kreise öffnen" ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten und bietet einen frischen Blick auf den Rheinisch-Bergischen Kreis. Durch Installationen, Performances und digitale Kunst zeigt das Projekt, wie kreative Ausdrucksformen unser Verständnis von Ort verändern können. Die Schau bleibt bis zum geplanten Ende für die Öffentlichkeit zugänglich.

Quelle