Legendäres Künstlerhotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 24 Jahren
Moritz KellerLegendäres Künstlerhotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 24 Jahren
Ein historisches Hotel in Cotignac, Frankreich, hat nach Jahrzehnten der Schließung wieder seine Türen geöffnet.Lou Calen, einst ein geliebter Rückzugsort für Künstler und Prominente, empfängt nun mit neuem Konzept wieder Gäste. Die Geschichte des Anwesens reicht bis zu einer Begegnung eines jungen Mädchens mit einem amerikanischen Soldaten im Jahr 1944 – und der Frau, die daraus später eine kulturelle Ikone machte.
Die Geschichte von Lou Calen begann 1944, als die zehnjährige Huguette Caren während der Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung Cotignacs von einem US-Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später verwandelte sie ein Haus im Dorf in ein Hotel und Restaurant, das sie 1972 Lou Calen taufte. Der Ort entwickelte sich schnell zu einem Anziehungspunkt für internationale Größen, darunter David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd.
Nach der Schließung durch Huguette im Jahr 1999 stand das Anwesen über 20 Jahre lang leer. 2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Gelände und begann mit umfangreichen Renovierungen. Zu den Neuerungen gehören ein Kunstzentrum, eine Bar, ein mit einem Michelin Grünen Stern ausgezeichnetes Restaurant sowie neu gestaltete Gästezimmer.
Das wiedereröffnete Lou Calen zieht heute ein globales Publikum an – mit dem größten Anteil an amerikanischen Gästen. Huguette Caren, die das Hotel nicht mehr leitet, bleibt nonetheless mit seinem Erbe verbunden. Sie veröffentlichte ein Kochbuch mit provenzalischen Rezepten und persönlichen Erinnerungen. Ihre Verbindung zur Region reichte bis nach Palm Springs, wo sie einst ein Restaurant führte und den Soldaten wiedertraf, der ihr als Kind den Ring schenkte.
Lou Calen ist als lebendiges Kulturhotel zurückgekehrt, das seine legendäre Vergangenheit mit modernem Charme verbindet. Die Renovierungen und neuen Angebote sollen ein internationales, vielfältiges Publikum ansprechen. Gleichzeitig lebt Huguette Carens Einfluss weiter – durch ihre Rezepte, ihre Erinnerungen und den zeitlosen Zauber des Ortes, den sie einst schuf.






