02 May 2026, 14:11

Linnemann fordert bei CDU-Rede auf Schloss Stetten mehr Mut zur Reform

Altes Zeitungsblatt "Berliner Wespen" aus Juli 1873 mit einer Karikatur eines verzweifelten Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid.

Linnemann fordert bei CDU-Rede auf Schloss Stetten mehr Mut zur Reform

Am Tag der Deutschen Einheit hielt CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann eine Rede auf Schloss Stetten, in der er zu mutigerem politischen Handeln aufrief. Er forderte die Verantwortlichen auf, Reformen Vorrang vor persönlichen Karrieren einzuräumen – und lobte dabei überraschend auch Politiker jenseits der eigenen Parteigrenzen.

Linnemann begann mit scharfer Kritik an Politikern, die ihre Karriereambitionen über die Lösung drängender Probleme stellten. Viele scheuten schwierige Entscheidungen aus Angst vor Gegenwind, so sein Vorwurf. Stattdessen sei jetzt der Moment für Entschlossenheit und Risikobereitschaft gekommen – besonders bei der Rentenpolitik und dem Bürgergeld.

Der CDU-Politiker würdigte anschließend zwei Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Lagern für ihre Grundsatztreue: Er hob den früheren SPD-Kanzler Gerhard Schröder für dessen politischen Mut hervor und nannte Christian von Stetten, seinen CDU-Parteikollegen, als Beispiel für einen Politiker, der nie von seinen Überzeugungen abweicht.

Linnemann skizzierte zudem einen Wandel in der politischen Landschaft. Erstmals seit 20 Jahren sehe er eine „historische Chance“ für tiefgreifende Veränderungen, die es nun zu nutzen gelte – statt sie ungenutzt verstreichen zu lassen.

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Die Rede auf Schloss Stetten war ein direkter Appell für Reformen. Linnemanns Worte richteten sich gegen die Zögerlichkeit in der Politik, während er gleichzeitig jene herausstellte, die konsequent handeln. Seine Äußerungen könnten in den kommenden Monaten die Debatten über Rente und Sozialleistungen prägen.

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