29 April 2026, 10:29

Machtkampf in der AfP: Hunko gegen Geisel um NRW-Vorsitz

Alte 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Machtkampf in der AfP: Hunko gegen Geisel um NRW-Vorsitz

Der Kampf um die Führung der Allianz für Fortschritt (AfP) in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich auf zwei Kandidaten verengt. Thomas Geisel, ehemaliger Düsseldorfer Oberbürgermeister und aktuelles Mitglied des Europäischen Parlaments, tritt gegen Andrej Hunko an, der mit einem deutlichen Sieg rechnet. Die Wahl findet vor dem Hintergrund wachsender innerparteilicher Spannungen über die politische Ausrichtung und die Loyalität zum engen Kreis um Sahra Wagenknecht statt.

Andrej Hunko hat sich im Rennen um den NRW-Vorsitz als klarer Favorit etabliert. Sein Wahlkampf konzentriert sich auf eine konsequente Friedenspolitik – eine Position, die mit zentralen Strömungen innerhalb der AfP übereinstimmt. Hunko kann bereits auf die Unterstützung der Landesgeschäftsführung und des Parteijugendverbandes zählen, was seine Stellung als Wunschkandidat festigt.

Die NRW-Führung der AfP hat ihre Präferenz deutlich gemacht und Hunko den Vorzug vor Geisel gegeben. Parteikreise schätzen Geisels Chancen, gemeinsam mit Amid Rabieh die Doppelspitze zu bilden, als gering ein – vor allem wegen seines begrenzten Einflusses in den innerparteilichen Strukturen. Geisel hingegen fordert interne Reformen und wirbt für einen offeneren und demokratischeren Kurs.

Hinter den Kulissen bleibt die AfP jedoch gespalten. Die Gefolgsleute Sahra Wagenknechts verfügen über erheblichen Einfluss, und die Partei zeigt wenig Toleranz für abweichende Meinungen. Kritiker des Machtzirkels, darunter Geisel, stoßen auf Widerstand, während Hunkos Nähe zur dominierenden Fraktion seine Kampagne stärkt. Trotz Forderungen nach Veränderung prägen Wagenknechts Unterstützer die Entscheidungen weiterhin kompromisslos.

Hunkos erwarteter Sieg wird voraussichtlich das bestehende Machtgefüge innerhalb der AfP festigen. Seine Führung würde den bisherigen Kurs der Partei – insbesondere in der Außenpolitik und bei der innerparteilichen Disziplin – fortsetzen. Für Geisel und reformorientierte Mitglieder könnte das Ergebnis ihre Möglichkeiten einschränken, den Status quo in naher Zukunft infrage zu stellen.

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