Miron Muslic führt Schalke 04 mit defensivem Wunder zur Aufstiegsjagd
Henry SchmittMiron Muslic führt Schalke 04 mit defensivem Wunder zur Aufstiegsjagd
Schalke 04 sorgt unter neuem Trainer Miron Muslic in der 2. Bundesliga für Furore. Nach neun Spieltagen steht die Mannschaft auf Platz zwei der Tabelle – und hat dabei erst fünf Gegentore kassiert. Mit seiner defensiv ausgerichteten Taktik hat Muslic den Verein in dieser Saison bereits deutlich nach vorne gebracht.
Sein Weg zu Schalke begann jedoch Jahrzehnte früher. In Bosnien geboren, floh er mit neun Jahren vor dem Krieg und ließ sich mit seiner Familie in Österreich nieder. 2003 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft.
Nun, als Cheftrainer der Gelsenkirchener, hat er aus der Abwehr eine der stärksten der Liga geformt. Sollte der Aufstieg gelingen, würde er zu einem kleinen Kreis österreichischer Trainer gehören, die dies in Gelsenkirchen geschafft haben.
Andere österreichische Coaches erleben derweil unterschiedliche Schicksale: Adi Hütter wurde kürzlich vom AS Monaco entlassen, Ralph Hasenhüttl verließ den VfL Wolfsburg bereits in der letzten Saison. Gerhard Struber trainiert weiterhin Bristol City in der englischen Championship, während Oliver Glasner bei Crystal Palace in der Premier League verantwortlich ist.
Schalkes solider Saisonstart unter Muslic macht den Verein zu einem heißen Kandidaten für den Aufstieg. Mit nur fünf Gegentreffern in neun Spielen trägt seine defensive Ausrichtung bereits Früchte. Eine Rückkehr in die Bundesliga wäre ein weiterer Meilenstein in seinem Aufstieg vom Kriegsflüchtling zum Spitzen-Trainer.






