Mönchengladbachs siebte Gesamtschule startet mit Rekord-Andrang und Modulbau-Lösung
Amelie KleinMönchengladbachs siebte Gesamtschule startet mit Rekord-Andrang und Modulbau-Lösung
Mönchengladbach bereitet Eröffnung der siebten Gesamtschule an der Breiten Straße vor
In Mönchengladbach laufen die Vorbereitungen für die Eröffnung der siebten Gesamtschule an der Breiten Straße auf Hochtouren. Das Projekt stößt auf großes Interesse: Für die 108 verfügbaren Plätze sind bereits 142 Anmeldungen eingegangen. Die ersten Schülerinnen und Schüler werden vorerst in einem provisorischen Modulbau unterrichtet, während auf dem endgültigen Gelände weitergebaut wird.
Die Pläne für die neue Schule nehmen Gestalt an, nachdem das Münchner Architekturbüro Auer Weber den Gestaltungswettbewerb für sich entschieden hat. Der finale Entwurf sieht ein modernes, mehrstöckiges Gebäude mit fünf separaten Trakten vor, die jeweils über einen eigenen Innenhof verfügen. Zudem wird eine Sporthalle Teil der fertigen Anlage sein.
Noch bevor das Hauptgebäude bezugsfertig ist, wird ein temporärer Bau aus vorgefertigten Modulen errichtet – die ersten Elemente treffen bereits nächste Woche ein. Diese Übergangs Lösung ermöglicht es, die Kapazität noch in diesem Sommer von 30 auf 34 Klassen zu erhöhen, später sogar auf 36. Der Modulbau dient den Schülerinnen und Schülern voraussichtlich zwei Jahre lang als Lernort, bevor er 2031 wieder abgerissen wird.
Mit dem Bau des endgültigen Schulgebäudes soll 2027 begonnen werden, die ersten Schüler könnten dann zum Schuljahr 2028/29 einziehen. Die zweite Bauphase startet voraussichtlich 2031 und markiert die vollständige Fertigstellung des Projekts. Die Gesamtkosten für den provisorischen und den dauerhaften Bau werden auf rund 130 Millionen Euro geschätzt, wobei die endgültige Freigabe durch den Stadtrat noch aussteht.
Die Nachfrage nach Gesamtschulplätzen in Mönchengladbach bleibt hoch: Fast 44 Prozent der Eltern entscheiden sich nach der Grundschule für diese Schulform. Allerdings gibt es keine öffentlich zugänglichen Daten zu Anmeldeentwicklungen für die neue Schule oder Vergleichen mit anderen kürzlichen Schulprojekten in der Stadt.
Sobald die Gesamtschule an der Breiten Straße voll operational ist, wird sie das lokale Angebot an Gesamtschulplätzen deutlich erweitern. Da der Bau in mehreren Abschnitten erfolgt, soll das Projekt sowohl die wachsende Nachfrage bedienen als auch einen reibungslosen Übergang für die Schülerinnen und Schüler gewährleisten. Die finalen Kosten und Zeitpläne hängen von der noch ausstehenden Zustimmung des Stadtrats in den kommenden Monaten ab.






