Münster feiert 377 Jahre Westfälischen Frieden mit historischen Einblicken
Amelie KleinMünster feiert 377 Jahre Westfälischen Frieden mit historischen Einblicken
Münster begeht am 24. Oktober 2025 den 377. Jahrestag des Westfälischen Friedens. Die Stadt hat eine Reihe von Veranstaltungen organisiert, um an den historischen Vertrag zu erinnern, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Einwohner und Besucher sind eingeladen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, zu denen der kostenlose Zugang zu historischen Stätten und ein traditioneller Gottesdienst gehören.
Der Westfälische Friede, der 1648 unterzeichnet wurde, bleibt ein Grundpfeiler der europäischen Diplomatie. Der Vertrag beendete nicht nur den verheerenden Dreißigjährigen Krieg, sondern machte Münster und Osnabrück zu prägenden Städten in der Geschichte des Kontinents. Beide Orte tragen heute das Europäische Kulturerbe-Siegel als Anerkennung ihrer Rolle.
Am 24. Oktober öffnet der Friedensaal im Historischen Rathaus seine Türen für die Öffentlichkeit. Besucher können das authentisch erhaltene Interieur erkunden, das eine direkte Verbindung zu den Verhandlungen des 17. Jahrhunderts herstellt. An diesem Tag wird zudem die Stadtflagge am Stadtweinhaus gehisst und bis zum 25. Oktober – dem Tag, an dem die Friedensreiter ursprünglich aufbrachen – gezeigt.
Um 18:00 Uhr findet in der Lambertikirche die traditionelle ökumenische Friedensvesper statt. Gleichzeitig wird im Bürgersaal des Rathauses das "Friedensbuch" ausliegen, in dem die Menschen ihre persönlichen Gedanken, Hoffnungen und Wünsche für den Frieden festhalten können.
Die Gedenkveranstaltungen bieten die Gelegenheit, über die anhaltende Bedeutung des Westfälischen Friedens nachzudenken. Münsters Feierlichkeiten umfassen den offenen Zugang zu historischen Räumen, ein öffentliches Buch für persönliche Botschaften und einen feierlichen Gottesdienst. Die Stadt ehrt damit einen Vertrag, der sowohl ihre Identität als auch die diplomatische Zukunft Europas geprägt hat.






