Neuer Hochschulseelsorger in Köln will Studierende in Krisenzeiten begleiten
Moritz KellerNeuer Hochschulseelsorger in Köln will Studierende in Krisenzeiten begleiten
Thorben Pollmann hat eine neue Position als Hochschulseelsorger in Köln übernommen. Sein Amtsantritt fällt in eine herausfordernde Zeit für Studierende, von denen viele mit Wohnungsnot, Einsamkeit und Zukunftsängsten kämpfen. Für ihn selbst markiert der Neuanfang eine Gelegenheit, sich mit denen zu verbinden, die ähnliche Unsicherheiten erleben.
Wie die Erstsemester, die ihr Studium beginnen, betritt auch Pollmann Neuland. Mit großer Motivation möchte er Studierende kennenlernen und sie in den Schwierigkeiten begleiten, die sie sowohl im Privatleben als auch bei übergeordneten Themen wie der Klimakrise bewältigen müssen.
Die Wohnungsnot in Köln hat tausende Studierende in eine prekäre Situation gebracht: Über 2.500 Namen stehen derzeit auf der Warteliste für einen Platz im Studentenwohnheim, einige drohen sogar obdachlos zu werden. Gleichzeitig bleibt Einsamkeit unter jungen Menschen ein weitverbreitetes Problem, das ihren Stress zusätzlich verstärkt.
Pollmann erkennt diese Herausforderungen an und möchte in allen Lebensbereichen der Studierenden Orientierung bieten. Zwar gibt er offen zu, keine Patentlösung für den Rückgang junger Menschen in der Kirche zu haben, doch hofft er, gemeinsam mit den Studierenden neue Wege zu finden.
Jeden Dienstag findet um 12:15 Uhr eine Mittagsmesse in der Katholischen Hochschulgemeinde statt. Im Anschluss sind alle Studierenden zum gemeinsamen Essen eingeladen. Pollmann sieht darin eine Chance, Verbindungen zu knüpfen und einen Raum für Austausch zu schaffen.
Der neue Seelsorger geht seine Aufgabe trotz der vor ihm liegenden Hürden mit Begeisterung an. Seine eigenen Erfahrungen mit dem Neuanfang spiegeln für ihn die Situation der Studierenden wider, denen er in diesem Wintersemester begegnen wird.
Pollmanns Ernennung erfolgt zu einer Zeit, in der Studierende mit multiplen Belastungen konfrontiert sind – von Wohnungsunsicherheit bis hin zu wirtschaftlichen und ökologischen Sorgen. Sein Fokus auf Beziehungsarbeit und Unterstützung zielt darauf ab, sowohl praktische als auch emotionale Bedürfnisse zu adressieren. Die wöchentliche Messe und das gemeinsame Mittagessen bieten den Studierenden regelmäßig die Möglichkeit, in einer einladenden Atmosphäre zusammenzukommen.






