Neues Zertifizierungssystem für smarte Energiegeräte startet 2023
Neues Zertifizierungssystem für intelligente Energiegeräte startet im Januar 2023
Die EEbus Initiative hat ein dreistufiges Programm entwickelt, um die reibungslose Zusammenarbeit von Geräten zu gewährleisten. Damit sollen Vertrauen bei Installateuren gestärkt und die Auswahl kompatibler Produkte vereinfacht werden.
Der Zertifizierungsprozess beginnt mit dem Siegel «EEbus ready». Dieses bestätigt, dass ein Gerät über die «Ship-and-Spine»-Architektur kommunizieren kann. Herstellern stehen zwei Umsetzungsmöglichkeiten offen: Sie können entweder vorgefertigte EEBus-Stacks des Unternehmens Keo nutzen oder auf Basis des Open-Source-Codes von EEbus eigene Lösungen entwickeln.
Die beiden folgenden Stufen prüfen konkrete Anwendungsfälle, darunter LPC (Lastprofilsteuerung), LPP (Lastprofilvorhersage), MPC (Mehrparteienkoordination) sowie MGCP (Überwachung von Netzanbindungspunkten). Die höchste Zertifizierungsstufe setzt den erfolgreichen Abschluss eines «Ship-Pairing-Service» voraus, der Geräten eine automatische Verbindung ermöglicht.
Um Hersteller zu unterstützen, stellt die EEbus Service GmbH eine Testplattform auf Abonnementbasis bereit. Während dieser kommerzielle Zweig den Vertrieb der Zertifizierungen übernimmt, wird die EEbus Initiative als gemeinnütziger Verein etwaige Gewinne in die Weiterentwicklung investieren. Beim jüngsten EEbus Summit in Köln trafen sich rund 300 internationale Teilnehmer zu Fachgesprächen und praktischen Zertifizierungstests.
Die Zertifizierung umfasst Heimenergiemanagementsysteme und andere steuerbare Verbrauchsgeräte. Durch die Standardisierung der Kompatibilität erhofft sich die Initiative vereinfachte Installationen und eine höhere Systemzuverlässigkeit. Die ersten Zertifikate sollen ab Anfang 2023 vergeben werden.






