19 April 2026, 16:08

Nora Burgard-Arps Debütroman "Wir nicht" entfacht Debatte über reproduktive Rechte

Eine historische Illustration mit dem Titel 'Die Gefangennahme einer ungeschützten Frau oder das Ende der Rebellion', die besorgte Menschen zeigt, einige schauen ängstlich nach oben und andere traurig nach unten.

Nora Burgard-Arps Debütroman "Wir nicht" entfacht Debatte über reproduktive Rechte

Die Autorin Nora Burgard-Arp stellte am 26. September 2025 im Bottroper Filmforum ihren Debütroman "Wir nicht" vor. Die vom städtischen Gleichstellungsbüro organisierte Veranstaltung bildete den Auftakt zum "Safe Abortion Day" am 28. September. Ihr dystopischer Roman entwirft eine Zukunft, in der die reproduktiven Rechte von Frauen drastisch eingeschränkt sind – und zeigt, wie eine unerwartete Schwangerschaft eine Frau zum Widerstand treibt.

Burgard-Arps Roman begleitet Mathilda, eine Protagonistin, die Ungerechtigkeiten lange schweigend hinnimmt, bis sie ungewollt schwanger wird. Konfrontiert mit einem Regime, das über die Körper von Frauen bestimmt, beginnt sie, das System zu hinterfragen, und leistet schließlich Widerstand. Für ihre Recherche analysierte die Autorin unter anderem die Sprache rechtsextremer Telegram-Gruppen, was die Darstellung von Unterdrückung und Widerstand im Roman prägte.

Die Lesung in Bottrop entwickelte sich schnell zu einer lebhaften Diskussion. Die Anwesenden debattierten über individuelle politische Verantwortung und verbanden die Themen des Buches mit realen Kämpfen um das Recht auf Abtreibung. Das Gleichstellungsbüro der Stadt, das die Veranstaltung ausrichtete, setzt sich seit Langem für eine Reform des deutschen Abtreibungsrechts ein – das noch immer auf einer Strafrechtsnorm aus dem Jahr 1871 beruht.

Der jährlich am 28. September begangene "Safe Abortion Day" fordert sichere Abbrüche als grundlegende medizinische Leistung ein. Neben öffentlichen Lesungen bietet Burgard-Arp auch kostenlose Schulbesuche an und lädt Lehrkräfte ein, Gespräche mit Schülerinnen und Schülern über ihr Werk zu organisieren.

Die Veranstaltung unterstrich den anhaltenden Kampf um reproduktive Rechte – in der Fiktion wie in der Realität. Burgard-Arps Roman und die von ihm angestoßenen Debatten spiegeln die wachsenden Forderungen nach rechtlichen Veränderungen in Deutschland wider. Mit ihrem Engagement an Schulen bringt die Autorin junge Menschen ins Gespräch über Autonomie und Widerstand.

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