NRW baut zwei riesige Batteriespeicher – ein Meilenstein für die Energiewende
Marie FuchsNRW baut zwei riesige Batteriespeicher – ein Meilenstein für die Energiewende
Nordrhein-Westfalen wird Standort für zwei große Batteriespeicherprojekte – ein Meilenstein für die Energiewende
In Nordrhein-Westfalen entstehen zwei bedeutende Batteriespeicherprojekte, die den Wandel hin zu erneuerbaren Energielösungen vorantreiben. Das größte Vorhaben, eine 1,9-GWh-Anlage in Ibbenbüren, verwandelt ein ehemaliges Steinkohlebergwerk in einen zentralen Energie-Knotenpunkt. Mit dem Baubeginn wird Anfang 2027 gerechnet; geplant ist die Speicherung von Windstrom aus der Nordsee für die regionale Versorgung.
Das Ibbenbürener Projekt nutzt das Gelände des stillgelegten Bergwerks und Kraftwerks, um dort einen großflächigen Batteriespeicher zu errichten. Mit einer Investitionssumme von 300 Millionen Euro kommen Hunderte LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) – ähnlich denen in Elektrofahrzeugen – zum Einsatz, um überschüssigen Strom aus Offshore-Windparks zu speichern. Bei Spitzenlastzeiten wird die gespeicherte Energie ins Netz eingespeist und könnte so bis zu 500.000 Haushalte zweimal täglich versorgen.
Bürgermeister Marc Schrameyer bezeichnet das Vorhaben als "grüne Steckdose" für die Region. Es passt in die umfassendere wirtschaftliche Neuausrichtung Ibbenbürens, das das ehemalige Kohleareal in eine moderne Industrie- und Gewerbezone umwandelt. Der Großspeicherverband (GFGBA) strebt eine Fertigstellung bis Herbst 2028 an, Verzögerungen sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Parallel entsteht in Wegberg ein kleineres Projekt mit einem 32-MWh-Speichersystem und einer Leistung von 15,8 MW. Zwar weniger ambitioniert, zeigt es doch das wachsende Interesse an Batteriespeicherlösungen im Land.
Gelingt das Ibbenbürener Vorhaben, könnte es als regionaler Energie-Knotenpunkt dienen und die Stadt sowie das Umland mit Reserveleistung versorgen. Die Nutzung bestehender Netzverbindungen zu den Nordsee-Windparks sichert dabei eine effiziente Energieverteilung. Gleichzeitig unterstreicht das Wegberger Projekt die zunehmende Bedeutung von Batteriespeichern in der deutschen Strategie für erneuerbare Energien.






