NRW investiert 305 Millionen Euro in S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach
Marie FuchsNRW investiert 305 Millionen Euro in S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen sichert 305 Millionen Euro für Ausbau der S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen hat 305 Millionen Euro für die Erweiterung der S-Bahn-Linie S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach bereitgestellt. Das nun voll finanzierte Projekt mit einem Gesamtvolumen von 836 Millionen Euro sieht neue Bahnhöfe, die Modernisierung bestehender Stationen und eine Verdopplung der Gleiskapazität vor. Mit dem Abschluss der Planungsgenehmigungen in diesem Sommer sollen die Bauarbeiten bald beginnen.
Großbaustelle mit weitreichenden Veränderungen Der Ausbau der S11 bringt erhebliche Veränderungen für die Strecke mit sich: Am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz entstehen zwei neue Mittelbahnsteige, während der Bahnhof Bergisch Gladbach auf vier Bahnsteigkanten erweitert wird. Zudem wird mit Köln-Kalk-West ein komplett neuer Haltepunkt gebaut – insgesamt werden mindestens fünf Bahnhöfe ausgebaut oder modernisiert. Sämtliche Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden barrierefrei zugänglich sein.
Da die Planungsgenehmigungen nun vorliegen, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Koordination von Streckensperrungen beginnen. Pendler müssen sich jedoch auf erhebliche Einschränkungen einstellen: Die erste größere Vollsperrung ist bereits für kurz nach Ostern 2026 geplant. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeisterstellvertreter, Ragnar Migenda, deutete an, dass die vollständigen Bauarbeiten möglicherweise erst 2030 beginnen könnten.
Mehr Züge, kürzere Takte – aber Verzögerungen möglich Nach Fertigstellung soll die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten. Das Projekt umfasst ein zweites Gleis, erweiterte Bahnhöfe und moderne Infrastruktur. Allerdings könnte sich das ursprüngliche Fertigstellungsziel 2032 aufgrund möglicher Überschneidungen mit anderen Schienenprojekten verschieben.
Der Bund steuert 531 Millionen Euro bei – den Löwenanteil der 836 Millionen Euro Gesamtkosten. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass alle notwendigen Genehmigungen bis zum Ende des Sommers vorliegen sollten.
Bessere Kapazitäten, aber jahrelange Beeinträchtigungen Der Ausbau der S11 wird die Schienenverbindungen zwischen Köln und Bergisch Gladbach durch schnellere und häufigere Züge deutlich verbessern. Doch Bauverzögerungen und längere Sperrungen werden Reisende noch Jahre belasten. Der genaue Zeitplan bleibt ungewiss, da die Abstimmung mit anderen Bahnprojekten weiterläuft.






