Oberhausen baut Autobahnbrücke in Rekordzeit mit revolutionärer Technik
Amelie KleinOberhausen baut Autobahnbrücke in Rekordzeit mit revolutionärer Technik
In Oberhausen entsteht eine neue Autobahnbrücke mit bahnbrechender Technik
In Oberhausen wird derzeit eine Autobahnbrücke mit einer revolutionären Bauweise errichtet, die die Bauzeit von zwei Jahren auf nur sieben Monate verkürzt. Ingenieure transportieren dafür riesige, 42 Meter lange vorgefertigte Segmente zur Baustelle, wo sie montiert werden.
Die alte Brücke war im Januar 2023 abgerissen worden, um Platz für den Neubau zu schaffen. Statt der herkömmlichen Bauweise vor Ort werden nun riesige vorgefertigte Bauteile angeliefert. Durch die längeren Abschnitte verringert sich die Anzahl der notwendigen Verbindungen, was den Prozess deutlich beschleunigt.
Zwei Spezialkrane heben jedes der 42 Meter langen Segmente an seinen Platz. Die Methode wurde von Theo Reddemann, einem Ingenieur des Bauunternehmens Echterhoff, entwickelt. Wenn alles nach Plan verläuft, soll das erste Teilstück der Brücke bereits im Juli 2023 für den Verkehr freigegeben werden.
Die Arbeiten an der Gegenfahrbahn sollen im Herbst 2023 beginnen. Das Projekt steht vor dem Hintergrund einer größeren Herausforderung in Nordrhein-Westfalen: Jede dritte Brücke im Land ist in schlechtem Zustand. Seit 2020 wurden von den rund 5.000 defekten Brücken in der Region etwa 320 instand gesetzt oder erneuert.
Der innovative Ansatz könnte künftig zum Standard für Brückenbauprojekte werden. Bis März 2026 waren jedoch erst etwa 6 Prozent der beschädigten Brücken in der Region saniert. Das Oberhausener Projekt zeigt, wie schnellere Bauverfahren helfen könnten, den Sanierungsstau zu bewältigen.






