18 April 2026, 14:13

Rettungskräfte fordern krisensicheres Breitbandnetz für moderne Einsatzstrategien

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Rettungskräfte fordern krisensicheres Breitbandnetz für moderne Einsatzstrategien

Rettungskräfte in Deutschland drängen auf zuverlässigere Kommunikationssysteme für die Krisenbewältigung

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Auf dem jüngsten Blaulicht-Tag in Essen haben Verantwortliche die Notwendigkeit eines krisensicheren Breitbandnetzes betont. Die aktuellen Systeme sind zwar für Sprachübertragungen und einfache Daten zuverlässig, stoßen jedoch bei der Echtzeit-Übertragung großer Dateien an ihre Grenzen.

Der Blaulicht-Tag in Essen brachte Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte zusammen, um über die Herausforderungen in der Kommunikation zu diskutieren. Vorführungen bei der Essener Feuerwehr zeigten, wie der Digitale BOS-Funk heute funktioniert – und welches Potenzial er für die Zukunft birgt. Das auf dem europäischen TETRA-Standard basierende System gewährleistet stabile Sprach- und Kurzdatentransfers, verfügt jedoch nicht über die Breitbandkapazitäten, die moderne Einsatzszenarien erfordern.

Führungsvertreter unterstrichen die Dringlichkeit von Modernisierungen. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister bezeichnete Kommunikation als "das A und O jedes Einsatzes". Innenminister Herbert Reul warnte, dass unzuverlässige Netze Menschenleben gefährden könnten. Ein kürzlich erlebter Stromausfall in Berlin bewies zwar die Robustheit des aktuellen Systems – der Digitale BOS-Funk blieb selbst beim Ausfall der Mobilfunknetze funktionsfähig. Doch für die Anforderungen der Zukunft reicht das nicht aus.

Als Lösung schlagen Experten ein autonomes Breitbandnetz vor, das UHF-Frequenzen zwischen 470 und 694 Megahertz nutzt. Damit ließen sich Lagepläne, Drohnenaufnahmen und kritische Daten in Echtzeit teilen. Ohne eine solche Infrastruktur riskieren Einsatzkräfte Verzögerungen, die Rettungsmaßnahmen behindern könnten.

Für weitere Informationen steht die Koordinierungsstelle Digitalfunk BOS in Nordrhein-Westfalen unter [email protected] zur Verfügung.

Der Vorstoß für ein krisenfestes Breitbandnetz kommt zu einer Zeit, in der Rettungskräfte schnellere und zuverlässigere Datenübertragungen fordern. Die bestehenden Systeme beschränken sich auf Sprache und Kurznachrichten – eine Lücke, die moderne Einsatzstrategien erschwert. Eine Aufrüstung würde sicherstellen, dass die Kommunikation auch dann in Echtzeit funktioniert, wenn öffentliche Netze ausfallen.

Quelle