"Schmieden für den Frieden" bringt über 10.000 Euro für Ukraine-Hilfe und Museum
Amelie Klein"Schmieden für den Frieden" bringt über 10.000 Euro für Ukraine-Hilfe und Museum
Lokales Museum sammelt über 10.000 Euro mit einzigartigem Schmiedeprojekt "Schmieden für den Frieden"
Das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe hat mit einem besonderen Schmiedeprojekt namens "Schmieden für den Frieden" mehr als 10.000 Euro eingeommen. Die Handwerker fertigten symbolische "Friedensnägel", um humanitäre Zwecke und kulturelle Initiativen zu unterstützen. Die Gelder fließen nun je zur Hälfte in Museumsprogramme und in die Ukraine-Hilfe.
Im Rahmen der Aktion schmiedeten Handwerker 25 Zentimeter lange Nägel nach traditionellen Methoden. Besucher und Unterstützer spendeten großzügig – insgesamt kamen 10.080 Euro zusammen. Willi Carl, Vorsitzender des Museums-Fördervereins, bedankte sich für die starke Solidarität.
Die Bethe-Stiftung verdoppelte die Spendensumme durch eine Matching-Aktion. Klaus Orth, Vorstandsmitglied der Stiftung, erklärte, man wolle bürgerschaftliches Engagement auf diese Weise gezielt stärken. Die eine Hälfte des Gesamtbetrags finanziert inklusive Programme im Bergischen Museum.
Die andere Hälfte ging an den Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach–Butscha. Arne Meinhardt vom Partnerschaftsverein betonte, wie die Mittel humanitäre Projekte in der ukrainischen Stadt Butscha unterstützen werden. Museumsdirektorin Sandra Brauer lobte das Projekt als gelungene Verbindung von Handwerkskunst und sozialer Verantwortung.
Seit 2020 haben weltweit weniger als zehn Städte oder Gemeinden ähnliche internationale Handwerksinitiativen gestartet. Zwar gibt es keine genauen Zahlen, doch "Schmieden für den Frieden" bleibt ein seltenes Beispiel symbolischer Solidarität durch handgefertigte Objekte.
Das Projekt hat erfolgreich Mittel für lokale und internationale Zwecke gesammelt: Das Bergische Museum baut sein inklusives Angebot aus, während Butscha dringend benötigte Hilfe erhält. Zugleich steht die Aktion als einzigartiges Modell dafür, wie traditionelles Handwerk globale Verbundenheit fördern kann.






