Schnurrbärte feiern ein spektakuläres Comeback – von den Oscars bis zur Popkultur
Henry SchmittIst der Schnurrbart jetzt in Mode oder nicht? - Schnurrbärte feiern ein spektakuläres Comeback – von den Oscars bis zur Popkultur
Bärte und Schnurrbärte stehen nach der diesjährigen Oscar-Verleihung wieder im Fokus. Stars wie Leonardo DiCaprio und Timothée Chalamet sorgten mit ihren markanten Schnurrbart-Looks für Schlagzeilen. Unterdessen überraschte Pedro Pascals plötzlich glatt rasiertes Gesicht die Fans und entfachte eine neue Debatte über Männerpflege.
Der Schnurrbart erlebt seit einigen Jahren ein stetiges Comeback. Neue Popstars wie Benson Boone haben den Stil übernommen und damit zu seiner Rückkehr in den Mainstream beigetragen. Diese Renaissance kommt Jahrzehnte nach den 1980ern, als der Chevron – ein breiter, gerader Schnurrbart über der Oberlippe – die Männermode dominierte.
Bei jüngsten Preisverleihungen stand die Gesichtsbehaarung im Mittelpunkt. DiCaprios Schnurrbart gehörte zu den meistdiskutierten Looks bei den Oscars 2026. Chalamet hingegen erntete gemischte Reaktionen: Sein dezent gezeichneter Stift-Schnurrbart bei den Oscars fand Anklang, doch sein spärlicher Versuch bei den Golden Globes 2025 wurde weitgehend belächelt. Andere Schauspieler wie Ethan Hawke mit seinem Henri-quatre-Schnurrbart oder Ewan McGregor mit einem akkurat gestutzten Vollbart präsentierten ebenfalls unterschiedliche Stile.
Doch nicht jeder Mann kann Bart oder Schnurrbart gleichermaßen tragen. Der Kontext entscheidet maßgeblich darüber, wie Gesichtsbehaarung wahrgenommen wird – und Trends ändern sich schnell. Harry Styles etwa wechselt zwischen glatt rasiert und lässig-stubbligem Look und nutzt seinen Bartwuchs als Teil seines wandelbaren Images. Trotz wachsender Beliebtheit bleibt der Schnurrbart eine polarisierende Wahl, bei der die Meinungen je nach Geschlecht und Kultur auseinandergehen.
Der Schnurrbart prägt weiterhin moderne Pflegetrends – von den roten Teppichen Hollywoods bis zu den Musikcharts. Sein jüngster Aufschwung spiegelt einen größeren Wandel in der Männermode wider, bei dem Individualität und Experimentierfreude Vorrang haben. Ob auffällig oder dezent: Gesichtsbehaarung bleibt für viele ein kraftvolles Mittel der Selbstinszenierung.






