25 March 2026, 06:08

Solingen scheitert trotz 1.200 neuer Kita-Plätze am chronischen Betreuungsnotstand

Plakat zur Unterstützung des American Rescue Plan, das den Text enthält, dass es die Kinderarmut in den USA halbieren würde, sowie ein Gruppenfoto, das wahrscheinlich betroffene Gemeinden darstellt.

Solingen scheitert trotz 1.200 neuer Kita-Plätze am chronischen Betreuungsnotstand

Solingen kämpft trotz jahrelanger Bemühungen mit dem Ausbau der Kinderbetreuung

In den vergangenen fünf Jahren hat die Stadt rund 1.200 neue Kita-Plätze geschaffen – vor allem durch Neubauten und Sanierungen. Doch nach wie vor warnen Verantwortliche vor chronischer Unterfinanzierung, Personalmangel und einem Mangel an geeigneten Standorten, die den Ausbau weiterhin massiv erschweren.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat Solingen ein praxisintegriertes Ausbildungsprogramm (PIA) für Erzieherinnen und Erzieher ins Leben gerufen. Damit sollen mehr Menschen für den Beruf gewonnen und qualifiziert werden – eine dringende Notwendigkeit, da die Nachfrage weiter steigt. Dennoch bleibt die Arbeitsbelastung für das bestehende Personal hoch.

Ein weiteres zentrales Problem ist die Suche nach geeigneten Flächen für neue Kitas. Wie Stadtrat Niklas Geßner betont, gestaltet sich die Standortfindung zunehmend schwierig. Solingen steht mit dieser Herausforderung nicht allein da: Auch benachbarte Städte wie Wuppertal, Remscheid, Köln und Duisburg ringen mit ähnlichen Problemen, verursacht durch hohe Nachfrage und begrenzte verfügbare Grundstücke.

Iris Michelmann, jugendpolitische Sprecherin der Grünen, hat den Kita-Ausbau zur Chefsache erklärt. Die Stadt will in den anstehenden Haushaltsverhandlungen zusätzliche Mittel einfordern. Doch ohne Landesförderung, so die einhellige Meinung, werde es keine spürbaren Fortschritte geben.

Neben Investitionen in Gebäude fordert Solingen mehr Verwaltungs- und Unterstützungspersonal, um die bestehenden Teams zu entlasten. Zudem brauche es klarere Planungsvorgaben des Landes für neue Kita-Projekte. Ohne diese drohen die Ausbaupläne trotz des Engagements der Stadt ins Stocken zu geraten – und damit das Recht der Kinder auf Bildung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern weiter zu gefährden.

Solingens Kita-Ausbau hängt maßgeblich von Landeshilfen ab Die Stadt hat ihre Forderungen klar benannt: mehr Geld, bessere Vorgaben, zusätzliches Personal. Werden diese erfüllt, könnte es in den kommenden Jahren gelingen, die Engpässe zu überwinden. Bis dahin bleiben Raumnot, Personalmangel und knappe Ressourcen die bestimmten Herausforderungen.

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