16 March 2026, 00:07

Solingen startet Carsharing-Projekt "Kinto Share" mit Bürgerumfrage

Ein Vintage-Plakat wirbt für Fahrräder und Automobile in Cottereau und Dijon, Frankreich, mit Menschen, die Fahrräder fahren und einer Kutsche mit dem Text "Fahrräder und Automobile" oben drauf.

Solingen startet Carsharing-Projekt "Kinto Share" mit Bürgerumfrage

Solingen führt neues Carsharing-Angebot "Kinto Share" ein

In Zusammenarbeit mit den örtlichen Autohäusern Lackmann und Nouvertné startet Solingen ein neues Carsharing-Projekt namens Kinto Share. Um den Service auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zuzuschneiden, hat die Stadt eine Online-Umfrage gestartet, die noch bis Ende August läuft. Der Fragebogen soll Meinungen zu Preisen, Parkmöglichkeiten und Standorten der Fahrzeuge sammeln.

Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig und dauert etwa drei Minuten. Die Antworten werden anonym erfasst; verantwortlich für das Projekt sind das Statistische Amt der Stadt Solingen und die KINTO Deutschland GmbH. Die Fragen drehen sich unter anderem um die Zahlungsbereitschaft, Anbindungen an den Öffentlichen Nahverkehr, geplante Nutzungszwecke der Leihwagen sowie bevorzugte Abholstellen.

Der gesamte Service wird über die Solingen Share-App abgewickelt – von der Registrierung bis zur Buchung. Zum Start sollen sechs Fahrzeuge in der Stadt verteilt werden, eine spätere Erweiterung ist je nach Nachfrage möglich. Ähnliche digitale Carsharing-Modelle gibt es bereits in anderen deutschen Städten wie Stuttgart, Sindelfingen, München und Bergisch Gladbach, wobei keine genauen Zahlen zu den Standorten vorliegen.

Anbieter wie MILES Mobility und Europcar haben ihre Dienstleistungen in den vergangenen Jahren ebenfalls ausgebaut. Solingen setzt jedoch auf eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Autohäusern, um das Angebot gezielt an regionale Bedürfnisse anzupassen.

Die Umfrageergebnisse werden maßgeblich beeinflussen, wie sich Kinto Share in Solingen entwickelt. Die Rückmeldungen der Bürger zu Preisen, Fahrzeugverteilung und Serviceleistungen fließen direkt in die Umsetzung des Projekts ein. Die Stadt erwartet, dass das digitale System den Zugang erleichtert und gleichzeitig lokale Mobilitätsbedürfnisse abdeckt.

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