SPD-Fraktionschefin kritisiert Streichung der PCR-Pooltests an Grundschulen als "Scheitern"
Amelie KleinSPD-Fraktionschefin kritisiert Streichung der PCR-Pooltests an Grundschulen als "Scheitern"
Iris Preuß-Buchholz, Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen, hat die Abschaffung der PCR-Pooltests an Grundschulen scharf kritisiert. Sie bezeichnete den Schritt als ein "endgültiges Eingeständnis des Scheiterns" der Bildungsbehörde und warnte, dass sich dadurch das Infektionsrisiko für Schülerinnen, Schüler und ihre Familien erhöhen werde.
Preuß-Buchholz nannte die Streichung der Tests einen "tragischen Tiefpunkt" in der Pandemie-Bekämpfung an Schulen. Die PCR-Pooltests seien die erste wirksame Schutzmaßnahme gewesen, die das Schulministerium eingeführt habe, argumentierte sie. Ohne sie werde die Verantwortung nun auf die Eltern abgewälzt – viele von ihnen verfügten weder über das nötige Fachwissen noch über die Bereitschaft, Tests korrekt durchzuführen.
Zudem warf sie Bildungsministerin Dorothee Gebauer "rücksichtslose" Entscheidungen vor, die Familien schutzlos den steigenden Infektionszahlen aussetzten. Die Infektionsraten unter Schülerinnen und Schülern seien bereits hoch, mit Folgen, die sich oft auf ganze Haushalte ausweiteten, so Preuß-Buchholz. Die einmalige Elternbestätigung reiche nicht aus, um die Einhaltung der Testpflicht zu gewährleisten.
Ihre Kritik richtete sich auch gegen die allgemeine Handhabung der Schulsicherheit. Preuß-Buchholz betonte, dass Schulen und Kommunen seit Langem eigene Schutzkonzepte umsetzten – häufig ohne Unterstützung oder Anerkennung aus Düsseldorf. Sie verurteilte die Abschaffung der Tests als politischen Zynismus und warf der Landesregierung vor, ihre Pflicht zum Schutz von Kindern und Schulpersonal zu vernachlässigen.
Mit dem Wegfall der PCR-Pooltests entfällt eine zentrale Schutzebene an den Grundschulen in Nordrhein-Westfalen. Preuß-Buchholz' Warnungen deuten darauf hin, dass ohne diese Maßnahmen das Infektionsrisiko steigen wird und Familien stärker in die Pflicht genommen werden, Tests in Eigenregie durchzuführen. Die Entscheidung lässt die Schulen mit weniger Mitteln zurück, um Ausbrüche einzudämmen – während die Pandemie weitergeht.






