SPD kritisiert Solingens Grillplatz-Pläne als realitätsfremd und unpraktikabel
Moritz KellerSPD kritisiert Solingens Grillplatz-Pläne als realitätsfremd und unpraktikabel
Die SPD-Fraktion in Solingen hat die Pläne der Stadt zur Verlegung von Grillplätzen nach dem Verbot am Engelsberger Hof scharf kritisiert. Die von der Verwaltung vorgeschlagenen Alternativstandorte seien schlecht gewählt und unpraktikabel, moniert die Partei. Nun geht es darum, vor Beginn des Sommers tragfähige Lösungen zu finden.
Die Stadtverwaltung hatte drei Ersatzstandorte für Grillfeste vorgeschlagen: den Bülowplatz in einem Wohngebiet mit begrenztem Parkraum sowie zwei Flächen in der Nähe des Stiehls Teichs in Ohligs. Letzterer ist jedoch ein geschütztes Biotop und damit für öffentliche Grillaktivitäten völlig ungeeignet. Die SPD-Vertreter bezeichneten die Vorschläge als realitätsfremd und mangelhaft durchdacht.
Zudem fordert die Partei eine konsequentere Durchsetzung des bestehenden Grillverbots am Engelsberger Hof. Ein bloßer Erlass werde die Menschen nicht davon abhalten, dort weiter zu grillen, argumentiert die SPD. Stattdessen seien aktive Maßnahmen nötig, um Besucher zu besser geeigneten Standorten umzulenken.
Kosten und Verantwortlichkeiten haben die Debatte weiter angeheizt. Die Fraktion fragt, wer die finanziellen Lasten für Einrichtung und Unterhalt der neuen Grillplätze tragen solle. Zudem verlangt sie eine klarere Aufgabenteilung zwischen Verwaltung und politischer Führung, um Verzögerungen zu vermeiden.
Die SPD pocht darauf, noch vor Einsetzen der warmen Jahreszeit praktikable Alternativen zu finden. Ohne geeignete Standorte oder wirksame Kontrollen droht das Grillverbot am Engelsberger Hof wirkungslos zu bleiben. Die Stadt steht nun unter Druck, ihre Vorschläge zu überarbeiten und die Bedenken der Fraktion ernst zu nehmen.






