12 March 2026, 08:07

Stadtwerke-Chef Hermes tritt nach Grundstücksskandal in Bonn zurück

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Stadtwerke-Chef Hermes tritt nach Grundstücksskandal in Bonn zurück

Olaf Hermes, der Chef der Bonner Stadtwerke, hat nach einem Grundstücksskandal in Bonn seinen Rücktritt angekündigt. Die Affäre war erstmals im Dezember bekannt geworden, als Hermes bekannt gab, dass lokale Politiker versucht hätten, in ein Grundstücksgeschäft auf dem Gelände des Flugplatzes Hangelar einzugreifen. Sein Abschied fällt in eine Phase, in der das Unternehmen große Investitionen und Sparmaßnahmen im ÖPNV vorbereitet.

Der Skandal nahm seinen Lauf, als Hermes mutmaßliche politische Einmischung bei einer Grundstückstransaktion der städtischen Versorgungsbetriebe aufdeckte. Eine spätere juristische Prüfung deutete darauf hin, dass der Prozess möglicherweise nicht frei von externen Einflüssen und Interessenkonflikten gewesen sei. Die Erkenntnisse veranlassten Hermes dazu, seinen Rücktritt bis zum Sommer zu erklären – eine Entscheidung, die er als unwiderruflich bezeichnete, unabhängig von weiteren Entwicklungen.

Der Aufsichtsrat betonte indes sein Vertrauen in Hermes und die Geschäftsführung und kündigte an, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Parallel dazu will das Unternehmen den vertraulichen Bericht zu dem Vorfall der Staatsanwaltschaft vorlegen, um eine weitere Prüfung zu ermöglichen.

Hermes leitet die Bonner Stadtwerke seit 2022, eine Zeit, die von ehrgeizigen Plänen für die Wärme- und VerkehrsWende in Bonn geprägt war. Zwar bleiben konkrete Investitionsdetails vorerst unter Verschluss, doch steht das Unternehmen vor der Herausforderung, groß angelegte Projekte mit den finanziellen Grenzen der kommunalen Daseinsvorsorge in Einklang zu bringen.

Sein Rücktritt folgt auf monatelange Untersuchungen zum Hangelar-Geschäft und dessen politische Folgen. Während das Unternehmen seine Investitionsstrategie weiterverfolgt, wartet es nun auf die Bewertung des Berichts durch die Staatsanwaltschaft. Mit Hermes' Abgang stehen die Bonner Stadtwerke in den kommenden Monaten vor der doppelten Aufgabe, finanzielle Engpässe zu bewältigen und gleichzeitig einen Führungswechsel zu gestalten.

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