28 April 2026, 18:17

Stilles Gedenken in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023

Ein Plakat mit einer Weltkarte und Text, der auf 3.950.000 hungernde Überlebende hinweist und zur Bekämpfung der Auswirkungen des Kriegs aufruft.

Stilles Gedenken in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023

Gedenkveranstaltungen in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023

Eine kleine Gruppe versammelte sich diese Woche in Bergisch Gladbach, um an den zweiten Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 zu erinnern. Zu den Veranstaltungen gehörten eine morgendliche Gedenkfeier an der Holocaust-Gedenkstätte sowie eine abendliche Mahnwache, bei der die Freilassung der noch immer in Geiselhaft befindlichen Menschen gefordert wurde.

Am Dienstagmorgen um 6:56 Uhr trafen sich etwa zwölf Personen an der Holocaust-Gedenkstätte im Villa-Zanders-Park. In stillem Gedenken ehrten sie die Opfer des Angriffs von 2023. Später, um 18 Uhr, versammelten sich rund 40 Menschen auf dem Trotzenburgplatz in der Fußgängerzone zu einer Mahnwache für die Geiseln. Zwei Polizeibeamte waren vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen; größere Zwischenfälle blieben jedoch aus.

Der Verein, der die Veranstaltungen organisierte und die Städtepartnerschaft zwischen Ganey Tikva und Bergisch Gladbach fördert, hält seit zwei Jahren wöchentlich Mahnwachen ab. Während der Kundgebung verlas die Vorsitzende Petra Hemming ein Interview mit einer Überlebenden. Ein israelischer Gast sang zudem die Nationalhymne Hatikva. Auffällig war, dass keine lokalen Amtsträger anwesend waren und sich auch keine Passanten der Mahnwache anschlossen.

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Die israelische Flagge, die noch ein Jahr zuvor am Rathaus gehisst worden war, fehlte diesmal. Die Gruppe betonte, keine politischen Verbindungen zu innerisraelischen Angelegenheiten zu haben, konzentriere sich aber weiterhin auf die humanitäre Krise der Geiseln.

Die Gedenkveranstaltungen verliefen ruhig und ohne öffentliche Reaktion. Die Organisatoren fordern weiterhin die Freilassung der noch immer Festgehaltenen. Mit dem nahenden zweiten Jahrestag des Angriffs zeigen ihre wöchentlichen Mahnwachen keine Anzeichen eines Endes.

Quelle