Theaterformen 2024: Gerechtigkeit auf der Bühne und hinter Gittern
Braunschweig richtet im Juni elf Tage lang das Festival Theaterformen aus
Dieses Jahr wird das Festival Theaterformen im Juni zum letzten Mal unter der Leitung von Intendantin Anna Mülter stattfinden. Die Veranstaltung erstreckt sich über zwei zentrale Spielorte: das Staatstheater Braunschweig und das ehemalige Gefängnis Rennelberg. Erstmals öffnet die historische Haftanstalt im Rahmen des Festivals ihre Türen für die Öffentlichkeit.
Das diesjährige Motto kreist um das Thema Gerechtigkeit und vereint ein vielseitiges Programm an beiden Orten. Im Staatstheater Braunschweig werden neun Produktionen gezeigt, während im ehemaligen Gefängnis Rennelberg fünf ortsspezifische Neuinszenierungen zu erleben sind, die eigens für diesen ungewöhnlichen Raum konzipiert wurden.
Neben dem Hauptprogramm findet auf dem Gefängnisgelände ein Begleitprogramm statt. Insgesamt präsentiert das Festival 14 Produktionen mit Künstler:innen aus 14 verschiedenen Ländern. Jedes Werk beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und verbindet Theater, Installation und immersive Erlebnisse.
Die Einbindung des Gefängnisses – ein Ort, der bisher noch nie für öffentliche Veranstaltungen genutzt wurde – verleiht der diesjährigen Ausgabe eine besondere Note. Mülters letzte Festivalausgabe will das Publikum mit mutigen, zum Nachdenken anregenden Aufführungen in sowohl traditionellen als auch ungewöhnlichen Räumen herausfordern.
Das Festival Theaterformen dauert fast zwei Wochen und bietet eine Mischung aus internationalem Talent und ortsbezogener Kunst. Mit dem ehemaligen Gefängnis Rennelberg als zentralem Schauplatz geht das diesjährige Programm über die Theaterwände hinaus. Das Publikum darf sich auf ein vielfältiges Programm freuen, das sich auf unerwartete Weise mit dem Thema Gerechtigkeit auseinandersetzt.






