Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, mehr Kinderunfälle und Drogen am Steuer
Moritz KellerVerkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, mehr Kinderunfälle und Drogen am Steuer
Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischtes Bild
Im Märkischen Kreis präsentierte sich die Verkehrssicherheit im Jahr 2025 mit Licht und Schatten: Zwar sank die Zahl der Verkehrstoten, doch andere Problemfelder wie Drogen am Steuer und Unfälle mit Kindern stiegen deutlich an. Die anhaltende Sperrung der Rahmedetalbrücke verschärfte zudem die bestehenden Verkehrsprobleme in der Region.
Die vorläufigen Zahlen verzeichnen für 2025 nur drei Todesopfer – ein Rückgang im Vergleich zu vier im Vorjahr. Damit setzt sich ein positiver Trend fort, der seit 2020 zu beobachten ist, als der Kreis noch zwölf Verkehrstote verzeichnete. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging 2025 um 15 Prozent zurück, was als ermutigendes Signal gewertet werden kann.
Allerdings stieg die Anzahl der Kinder, die auf dem Schulweg verletzt wurden, auf 142 – nach 128 im Jahr 2024. Besonders tragisch: Eine Zehnjährige aus Ihmert kam bei einem Unfall ums Leben. Leichte Verletzungen nahmen um 6,4 Prozent zu, während die Gesamtzahl der Unfälle in etwa auf dem Niveau von 2024 blieb.
Deutlich angestiegen sind auch die Fälle von Drogen am Steuer: 1.367 Autofahrer mussten 2025 eine Blutprobe abgeben – 462 mehr als im Vorjahr. Zu den häufigsten Ursachen für schwere Unfälle zählten weiterhin überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen. Auch die Zahl der Unfälle mit E-Scootern kletterte weiter: 49 Fahrer verletzten sich 2025, gegenüber nur sechs im Jahr 2020.
Die anhaltende Sperrung der Rahmedetalbrücke sorgte weiterhin für Verkehrsbehinderungen. Die Behörden warnten vor illegalen Schleichwegen und überhöhten Geschwindigkeiten in den Ausweichrouten, die viele Autofahrer nutzten.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zwar Fortschritte macht – etwa bei der Zahl der Toten und Schwerverletzten –, aber weiterhin erhebliche Risiken bestehen. Besonders die steigenden Unfallzahlen bei Kindern, Drogenfahrten und E-Scooter-Unfällen erfordern weitere Maßnahmen. Die Brückensperrung bleibt eine Belastungsprobe für das lokale Verkehrsmanagement.